Kommentar zu den dpa-Berichten „Seit 2001 war fast jedes Jahr zu warm“ und „Klima kostet Milliarden“ v. 12.11.16 (Leserbrief)

 

Augsburg, 29.11.2016

Kommentar zu den dpa-Berichten „Seit 2001 war fast jedes Jahr zu warm“ und „Klima kostet Milliarden“ v. 12.11.16

Es ist zwar schon etwa zwei Wochen her, dass die dpa ihre Unsinns-Berichte unters Volk gebracht hat, aktuell sind sie aber immer noch: Klimabezogene Naturgefahren sollen in den letzten 4 Jahren Schäden in Höhe von 90Milliarden Euro verursacht haben – dass ein statistisches Wettermittel Schäden verursachen kann, ist offensichtlich die neue dpa-Wissenschaft; wir haben im Studium gelernt, dass für Wetterschäden das Wetter zuständig ist! Dass die Temperaturen von 1881 bis 2014 um 1,3 Grad angestiegen sind ist kein Wunder, wenn man den Beginn der Betrachtungen auf den Höhepunkt der kleinen Eiszeit (Dalton-Minimum) legt, um etwa denselben Betrag sanken die Temperaturen schließlich vom Ende des 18. Jahrhunderts bis Mitte des 19. Von den 12 Monatsrekorden stammen immer noch vier (Januar, April, Mai und Dezember) aus der Zeit bis 1833 und von da an bis 1961 (September) gab es keinen einzigen rekordwarmen Monat mehr – wie gesagt, es war die kleine Eiszeit.

Alle anderen Fantasierechnungen in den beiden Artikeln sind das Papier nicht wert, auf denen sie gedruckt werden – im Winterhalbjahr wird es mehr Niederschläge geben, im Sommer mehr oder weniger, die Schneefälle werden weniger oder mehr – alles wurde schon behauptet und berechnet und unsere Umweltministerin, die von Wetter oder Klima so viel Ahnung hat wie ein Igel vom Fensterputzen, glaubt das natürlich und macht auf Panik.

Die Wahrheit ist viel einfacher und beunruhigender – seit etwa 20 Jahren wird es nicht mehr wärmer (das wärmste Jahr war immer noch 1994) und alle ernsthaften (und nicht gekauften) Wissenschaftler rechnen wegen der immer schwächer werdenden Sonnenaktivität mit einer langfristig immer stärkeren Abkühlung.

(nicht veröffentlicht)

Zum Kommentar von S. Stahl „Der Mensch lernt nichts dazu“ v. 12.11.16 (Leserbrief)

Augsburg, 13.11.2016

Zum Kommentar von S. Stahl „Der Mensch lernt nichts dazu“ v. 12.11.16

Da hat der Kommentator recht, wenn er sagt, das Leben schreibe noch absurdere Geschichten, als sie der Fantasie der Menschen entspringen. Denn, dass ein Sexist, Ausländerfeind, Polemiker und zweifelhafter Geschäftsmann US-Präsident wird, hätte vor Jahren kaum einer für möglich gehalten!!

Aber – vor einer ähnlichen Situation stehen wir in Deutschland ja auch! Oder hätte sich in den Jahren nach der Wende jemand vorstellen können, dass ein ehemaliges SED-Mitglied, eine Stasi Mitarbeiterin und FDJ-Agitatorin und jetzige zig-fache Grundgesetz-Rechtsbrecherin (Griechenland-Hilfe, Dublin-Verträge, Maastricht-Rechtsbruch etc.) sowie Verharmloserin und Förderin der muslimischen Einwanderung und Erfinderin einer auf die De-Industrialisierung Deutschlands abzielenden sinnlosen Energiewende, kurz, einer grünen Kommunistin mit dem Deckmantel des C im Parteinamen gelingen könnte, bei uns Regierungschefin zu werden! Kaum!

Und noch viel weniger möglich erscheint es, dass sie auch gewählt wurde und wohl auch wieder wird!!

(nicht veröffentlicht)

Kommentar zur Präsidentenwahl in den USA (Leserbrief)

Augsburg, 9.11.2016

Kommentar zur Präsidentenwahl in den USA

Na, das war doch mal eine Überraschung! Obwohl alle Medien und alle Leute, die sich für so wichtig halten, dass sie glauben, ihre rausgeplärrte Meinung interessiere irgendwen, in seltener Einmütigkeit den ungeliebten Kandidaten verteufelten, ließ sich das Wahlvolk (oh je, Volk darf man ja nicht mehr sagen – also die Wahlberechtigten!) nicht gleichschalten und: Herr Trump wird neuer Präsident! Und das, obwohl den meisten Leuten gar nicht klar sein wird, welch ein Glück Donald Trump für sein Land ist – denn: Obwohl er „nur“ ein Immobilienmogul ist, hat er sehr viel mehr Ahnung von Physik, Strahlungsbilanzen, Meteorologie oder gar Klimatologie als unsere gesamte Regierung, denn er hat klar erkannt, dass das ganze dumme Geschwätz über den menschengemachten Klimawandel nichts anderes ist, als, na ja: Dummes Geschwätz, erfunden um eine „große Transformation“ vorzubereiten und das Weltvermögen umzuverteilen (Originalton PIK!).

Amerika kann dem neuen Präsidenten dankbar dafür sein, dass er sein Land vor einer Industrie zerstörenden Dekarbonisierung bewahren will und wir könnten froh sein, wenn unsere Regierung noch den Mut und die Kraft fände, die überteuerte, von falschen Voraussetzungen ausgehende und total sinnlose Energiewende noch irgendwie zu stoppen!

Aber bei uns werden Wahlen wohl nichts ändern können, oder, wie schon Goethe sagte: Amerika, du hast es besser!

(nicht veröffentlicht)

Kommentar zum capito-Bericht: „Plan fürs Klima gesucht“ v. 3.11.16 (Leserbrief)

Augsburg, 3.11.2016

Kommentar zum capito-Bericht: „Plan fürs Klima gesucht“ v. 3.11.16

Man fragt sich wirklich, was eine Zeitung mit Qualitätsanspruch dazu bringen kann, immer und immer wieder Berichte zum Thema Klima von der dpa zu übernehmen, von denen man schon allein deshalb wissen kann, dass sie nur Unsinn beinhalten, z.B. die Titelzeile „Fachleute überlegen, was man tun muss“!

Das Klima der Zukunft vorhersagen zu wollen um es eventuell sogar beeinflussen zu können, ist an dummer Arroganz kaum zu überbieten, und anstatt den unwissenden Kindern wissenschaftliche Informationen zukommen zu lassen, werden sie mit scheinbaren Problemen des „Klimaschutzes“ indoktriniert und verdummt – als ob der Mensch die Sonne, den einzigen nennenswerten, Klima steuernden Faktor, auch nur minimal beeinflussen könnte! Als ob Atommüll, Autoabgase oder gar Fleischkonsum irgendeinen Einfluss auf das globale Klima hätten!

Sinnvoller wäre es vielleicht gewesen, hätte man den Kindern klar gemacht, dass die Umweltminister (nicht nur in Deutschland) überhaupt keine Ahnung von ihrem Fachgebiet haben, sondern nur an den Strippen der Lobbyisten hängen und sich bemühen, deren Anweisungen in die Tat umzusetzen!

(nicht veröffentlicht)

Kommentar zum Leserbrief „Schnee wird Mangelware“ v. 18.10.16

Augsburg, 20.10.2016

Zum Leserbrief „Schnee wird Mangelware“ v. 18.10.16

In o.a. Zuschrift äußert sich ein Leser in sehr verwunderlicher Weise; er meint nämlich tatsächlich „die Durchschnittstemperatur steigt und die Schneesicherheit zieht sich längerfristig gesehen in hohe Lagen zurück.“

Er befindet sich mit solchen Aussagen in guter Gesellschaft der allermeisten Politiker und Medienschaffenden, die auch nach jahrzehntelangem Klimahype immer noch nicht den Unterschied zwischen Wetter und Klima kennen und zwei milde Winter als klares Indiz eines Klimawandels ansehen – natürlich eines immer wärmeren Klimas! Offizielle Daten aller mit dem Alpinklima befassten amtlichen Wetterdienste interessieren solche Leute natürlich nicht; eine leicht mögliche Recherche könnte ja die vorgefasste Meinung ins Wanken bringen! Daher hier zur Information: Im klimatologisch relevanten Zeitraum der letzten 30 Jahre ist im gesamten Alpenraum ein deutlicher Temperaturrückgang und ein ebenfalls deutlicher Schneezuwachs zu verzeichnen!

Aber was kann man schon von Laien erwarten, wenn bei capito in der gleichen Ausgabe schon wieder die Kinder mit dem Märchen der klimaschädlichen Gase indoktriniert und verdummt werden….

Und was kann man von einer Zeitung erwarten, die in Sachen Klima immer noch Berichte der dpa verwendet…..

(nicht veröffentlicht)

Beitrag von Peter Heller in Achgut v. 7.10.2016

Ein Klimapräsident und großer Transformator für Deutschland

Mit dem Beitritt zum Pariser Weltklimavertrag verdeutlicht die Bundesregierung ihren Willen zur „Großen Transformation“. Dieser Weg in den Abgrund sollte durch einen überparteilich vermittelbaren Klimapräsidenten begleitet und vermittelt werden. Es gibt sogar einen geeigneten, ja idealen Kandidaten.  Gestern meldete die Bildzeitung, dass ein „hochrangiger anerkannter Wissenschafteler“ als unparteiischer „dritter Kandidat“ gute Chancen hätte. Und wer wäre da geeigneter, als Angela Merkels Ökoflüsterer und Klimaberater Hans Jochim Schellnhuber.

Einstimmig hat der Bundestag vor gut zwei Wochen entschieden. Über alle Parteigrenzen hinweg gab es nicht einen Abgeordneten, der das Gesetz über den Beitritt Deutschlands zum UN-Klimavertrag von Paris abgelehnt hätte. Ein solcher Mangel an Opposition kommt selten vor. Nicht einmal der überhastete Atomausstieg des Jahres 2011 übte eine derartige Gleichschaltungskraft aus. Nachdem auch Bundesrat und schließlich das europäische Parlament zustimmten, gehört Deutschland nun zum Ensemble des großen Weltklimatheaters. Es ist nur noch nicht ganz klar, unter welchem Titel das Stück in die Geschichte eingeht. „Denn sie wissen nicht, was sie tun“ wäre ebenso passend wie „Viel Lärm um nichts“. Wenn es schlimm kommt, könnte es am Ende auch heißen „Die durch die Hölle gehen“. Denn sollten unsere Parlamentarier und unsere Regierung das Abkommen wirklich ernst nehmen, stünde Deutschland ein Sturz in den Abgrund bevor.

Denn sie wissen nicht, was sie tun

Natürlich, das durch die Verbrennung fossiler Energieträger durch den Menschen in die Atmosphäre eingebrachte Kohlendioxid verändert das Klima. Jede Verdoppelung seiner Konzentration erhöht die Temperatur am Erdboden um etwa ein Grad – wenn sich sonst nichts ändert. Nun kommt das farb- und geruchlose, nicht toxische Gas nur in Spuren in der Atmosphäre vor. Unter einer Million Luftteilchen hätte man vor der industriellen Revolution im globalen Mittel drei Kohlendioxidmoleküle gefunden, heute sind es vier. Um von vier auf acht Kohlendioxid-Teilchen pro Million Luftteilchen zu kommen, wäre mehr als die doppelte Menge der bislang genutzten fossilen Energieträger zu verfeuern. Das kann der Menschheit in einem absehbaren Zeitraum wirklich nicht gelingen. Die entscheidende Frage beinhaltet also der Halbsatz „wenn sich sonst nichts ändert“.

Angefeuert durch umfangreiche staatliche Fördermittel versuchen zahlreiche Klimaforscher seit Jahrzehnten, Verstärkungsmechanismen zu finden und zu beschreiben, die die harmlose Erwärmungswirkung des Kohlendioxids potenzieren. Mehr Wasserdampf durch Verdunstung oder die Verminderung der Rückstrahlfähigkeit durch Abschmelzen der Polkappen scheinen derzeit die aussichtsreichsten Kandidaten für die Konstruktion von Szenarien, in denen der vergleichsweise geringe anthropogene Kohlendioxideintrag den Anstoß für einen hohen Temperaturanstieg gibt. Solche Vorstellungen werden mit Rechenmodellen begründet. Die Klimakatastrophe ist eine simulierte Apokalypse, keine gemessene oder beobachtete. Sie ist, das und nichts anderes lehren Klimamodelle, im Rahmen der Physik auf Basis des gegenwärtigen Kenntnisstandes über das irdische Klimasystem möglich, aber nicht zwangsläufig.

Denn der Weg vom Treibhauseffekt zur menschgemachten Klimakatastrophe ist gepflastert mit zahlreichen Annahmen. An die genannten Verstärkungsmechanismen kann man glauben oder nicht. Auch darf die Natur den Untergangspropheten nicht ins Handwerk pfuschen. Sehr viele Faktoren, die zu einem großen Teil nicht menschlicher Kontrolle unterliegen, stellen in Ausmaß und Wirkung noch immer große Unbekannte dar. Was geschieht mit der und durch die Wolkenbildung? Was macht die Sonne? Welche Folgen hätten häufigere Vulkanausbrüche? Was treibt die Strömungssysteme in den Ozeanen und wie werden diese sich entwickeln? Das Klima könnte sich aufgrund dieser Einflüsse beliebig schnell in eine beliebige Richtung wandeln, wärmer oder kälter, feuchter oder trockener, in vollständiger Gleichgültigkeit gegenüber unseren Anstrengungen.

Selbst ein Anstieg derTemperaturen in den kommenden Jahrzehnten um vier, fünf oder gar sechs Grad im globalen Mittel wäre immer noch nicht zwingend katastrophal. Alles, was die Klimakatastrophe zu bieten hätte, Fluten, Dürren, Stürme, Hagelschauer und Starkregen, begleitet  die Menschheit schon immer.Statistisch valide Belege für eine Zunahme von Extremwetterereignissen als Folge der bisherigen moderaten Erwärmung (etwa ein Grad in den vergangenen hundert Jahren) gibt es nicht, weder hinsichtlich ihrer Häufigkeit, noch ihrer Stärke. Wo ausreichend lange Zeitreihen existieren, etwa bei nordatlantischen Hurrikanen, zeigt sich eher das Gegenteil. Und in vielen Fällen, in denen eine Wirkung eines Klimawandels vermutet wird, überlagern lokale Faktoren der Landnutzungsänderung die globalen Einflüsse. Selbst der Meeresspiegelanstieg stellt bislang keine besondere Herausforderung dar. Ganz im Gegenteil: Die Landflächen auf der Erde wachsen, sogar an den Küsten durch Sedimentation. Die Menschheit ist ohnehin ziemlich gut darin, sich gegen die zerstörerischen Einflüsse der Natur zu wappnen. Nicht nur konnte sie alle Klimazonen des Planeten besiedeln und überall prosperieren, auch fordert schlechtes Wetter heute so wenig Todesopfer, wie noch nie zuvor in der Geschichte.

Viel Lärm um nichts?

Schon die Idee, es gäbe eine Wasserscheide bei zwei Grad Erwärmung gegenüber der vorindustriellen Zeit, die eine erträgliche Zukunft von der Apokalypse trennt, stellt eine reine Spekulation ohne wissenschaftliche Basis dar. Trotzdem haben sich die Regierungen dieser Welt in Paris auf dieses Ziel verständigt. Im Rahmen einer „verbindlichen Absichtserklärung“, die keinerlei Sanktionsmechanismen enthält. Man hat sich zwar selbst aufgefordert, konkrete Emissionsminderungsziele zu benennen. Sollten diese aber in Summe nicht ausreichen, die Grenze einzuhalten, geschieht nichts. Sollte man die Ziele verfehlen, beispielsweise durch einfaches Nichthandeln, geschieht nichts. Der Weltklimavertrag ist in Wahrheit ein zahnloser Tiger in Bezug auf den Klimaschutz. Als diplomatisches Werkzeug für Forderungen an andere Vertragspartner (man denke an die Geldgier vieler Drittweltpotentaten) eignet er sich aber schon.  Anders wäre eine solche globale Einigkeit auch kaum möglich gewesen. Denn zwei Grad erweisen sich bei näherem Hinsehen als allzu ehrgeizig.

Aus Klimamodellen kann man zwar keine Grenze zwischen vertretbarer und unerträglicher Erwärmung ableiten. Wohl aber liefern die Computer der Klimaforscher die Menge an Kohlendioxid, die die Menschheit noch emittieren darf, will sie das politisch gesetzte Temperaturlimit nicht überschreiten. Das Zwei-Grad-Ziel ermöglicht rund 840 Milliarden Tonnen, ein Budget, das nach den gegenwärtigen Trends in etwa zwanzig Jahren ausgeschöpft wäre. Die wirklich böse Überraschung lautet zudem: Allein die bereits erschlossenen Vorkommen fossiler Energieträger beinhalten rund 940 Milliarden Tonnen. Die Politik hat sich also nicht nur dazu bekannt, die Entwicklung neuer Öl- und Gasquellen und neuer Kohleminen ab sofort zu verhindern, sie hat auch implizit entschieden, bereits laufende Projekte zu beenden.

Nun stellen die fossilen Energieträger die einzigen Primärenergiequellen dar, die weltweit unabhängig von Wetter und Geographie jederzeit und überall bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt werden können. Auf sie zu verzichten, würde daher automatisch Mangelsituationen hervorrufen und Optionen zur Generierung von Wertschöpfung und Wohlstand ausschließen. Das trifft die aufholenden Volkswirtschaften Südamerikas, Asiens und Afrikas besonders hart. Das trifft aber auch die etwa fünfzig Länder, die Kohle, Öl oder Gas exportieren und damit wesentlich ihren Staatshaushalt finanzieren. Wie will man eigentlich Staaten wie den Iran oder Kuwait, wie China, Russland oder Australien dazu bewegen, ihr schwarzes Gold im Boden lassen? Man sollte sich den ewig lächelnden Ban Ki Moon an der Spitze einer Kolonne aus UN-Elektropanzern ausmalen, die auf dem Weg zur Besetzung saudischer Ölquellen mangels Ladesäulen im Wüstensand steckenbleiben, um die Irrationalität des Pariser Vertragswerks zu erkennen.

Die durch die Hölle gehen

Obwohl das Abkommen am Ende vielleicht nur ein Thema für die UNO bietet, mit dem sie ihre Existenz trotz jahrzehntelangem Versagens in ihrer eigentlichen Aufgabe, der Verhinderung von Kriegen, rechtfertigen kann, obwohl es vielleicht nur als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Diplomaten, Schlagzeilenlieferant für Medien und Geldquelle für mitunter dubiose Klimaforschungsinstitute und Klima-Denkfabriken taugt, kann man angesichts der Einigkeit der im Bundestag vertretenen Parteien in dieser Frage für Deutschland Schlimmeres erwarten.

Schließlich eignet sich eine Klimaschutzagenda besonders für die typische deutsche Leidenschaft, sich reale und konstruierte Probleme der Welt auf die Schultern zu laden, um diese entweder gleich im Alleingang zu lösen oder sich zumindest als leuchtendes Vorbild feiern zu lassen. Wer sich heute noch lustig macht angesichts der Forderung der Grünen, die Zulassung von Benzin- und Dieselmotoren im Straßenverkehr ab 2030 zu verbieten, dem könnte das Lachen bald im Halse stecken bleiben. Denn erstens versammeln die grünen Parteien (CDU, SPD, Grüne und Linke) hierzulande noch immer mehr als 70 Prozent der Wähler hinter sich und zweitens ist dieser Ansatz zwingend und folgerichtig. Die Klimaziele erfordern, Kohle, Erdöl und Benzin in den kommenden zwanzig Jahren vollständig aus allen Wertschöpfungsketten zu verbannen. Denn wo immer und wie immer sie gebraucht werden, Kohlendioxid fällt als Abfallprodukt aus energetischen Gründen auf jeden Fall an. Da kann ein Verbot von Verbrennungsmotoren in Automobilen nur der Anfang sein. Eisenbahnen, Flugzeuge und Schiffe gibt es auch noch.

Bereits eingeleitet wurde eine Energiewende mit dem Zweck, Kohle und Gas aus der Stromproduktion zu entfernen. Hohe Stromkosten und sinkende Versorgungssicherheit sind gegenüber dem Weltuntergang das geringere Übel. Dann geht es der Grundstoffindustrie an den Kragen. Ohne Kohle gibt es keinen Stahl mehr, kein Glas, keinen Zement und keine Keramik und ohne Erdöl keine Kunststoffe. Letztere machen ja ohnehin nur Ärger, man denke an Plastikmüll. Wer mit Erdgas oder Öl heizt, kann schon mal anfangen, für eine neue Anlage zu sparen. Unvorstellbar? Der Staat könne doch nicht vorschreiben, welches Auto man kauft, wieviel Strom man verbraucht, welche Heizung man verwendet? Doch, kann er und wird er, solange die Deutschen nicht die Kraft aufbringen, ihn daran zu hindern. Er wird am Ende sogar die Größe des Bildschirms vorgeben, auf dem man Tichys Einblick liest und wann man ihn einschalten darf.

Die neue Wirtschaftsordnung, von der die Klimaschützer träumen, vernichtet nicht nur die Arbeitsplätze in der Öl-, Gas- und Kohleindustrie. Sie vernichtet auch die meisten Arbeitsplätze in den Wirtschaftszweigen, die mit der Weiterverarbeitung und Veredelung dieser Rohstoffe ihr Geld verdienen. Und das betrifft, genau betrachtet, fast alle Branchen. Bis auf das Friseurhandwerk vielleicht. Haare kann man auch bei Kerzenlicht schneiden, mit Scheren, die der Schmied um die Ecke im Holzkohlefeuer hergestellt hat. Holzkohle? Vermag Biomasse eine Zukunft zu vermeiden, in der wir alle davon leben, uns gegenseitig die Haare zu schneiden? Nein, Biomasse steht bei weitem nicht in den Mengen zur Verfügung, die zur Substitution fossiler Kohlenwasserstoffe erforderlich wären. Und außerdem weisen das Abholzen von Wäldern und die Anlage weiträumiger Monokulturen – man ahnt es schon – eine negative Klimawirkung auf.

Die beschriebene Ökodiktatur ist längst keine Phantasie mehr. Sie wurde unter der Bezeichnung „Große Transformation“ vom „Wissenschaftlichen Beirat für globale Umweltfragen“ bereits beschrieben. Neben der Energiewende und der Förderung der Elektromobilität orientieren sich auch aktuelle Strategiepapiere der Bundesregierungan dieser Vorgabe, vom „Grünbuch Energieeffizienz“ bis hin zum „Klimaschutzplan 2050“. Deutschland könnte tatsächlich der einzige Idiot sein, der wirklich ernsthaft versucht, die Vorgaben des Weltklimavertrags zu erfüllen. Zumindest lösen wir damit ungewollt das Problem des durch Wohlstandsgefälle ausgelösten Migrationsdrucks. Von dem 2014 verstorbenen Publizisten Peter Scholl Latour ist der Satz überliefert: „Wer halb Kalkutta aufnimmt, hilft nicht etwa Kalkutta, der wird selbst Kalkutta.“ Ich möchte in Anlehnung an den CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer und ohne damit eine Geringschätzung von Senegalesen ausdrücken zu wollen, dieses Zitat ergänzen durch „Wer sich zum Senegal macht, ist für senegalesische Migranten nicht mehr attraktiv.“

Der Klimapräsident

Die Einheit, mit der der Bundestag dem Pariser Abkommen beigetreten ist, öffnet zudem der Kanzlerin einen Lösungsweg für eine weitere aktuelle Frage. Ein im Sinne des Zwei-Grad-Ziels wirksamer Klimaschutz würde unsere Gesellschaft tiefgreifender verändern, als die Zuwanderung der jüngsten Vergangenheit und der nahen Zukunft. Ein wirksamer Klimaschutz wäre ein Pfad in Mangel und Verzicht in jeder Hinsicht. Um die Bevölkerung auf diesem Weg anzuleiten und sie zu motivieren, bedarf es einer Führungspersönlichkeit mit Überzeugung und Überzeugungskraft, die jenseits des politischen Alltagsgeschäfts jederzeit die Menschen ansprechen und erreichen kann. Welch glücklichen Umstand daher die Vakanz des Amtes des Bundespräsidenten darstellt! Wer könnte die bevorstehende Transformation besser verkörpern, als ihr Erfinder selbst. Wer könnte für das „Zwei-Grad-Ziel“ besser eintreten und werben, als einer seiner Väter? Wer könnte die Notwendigkeit zu einem wirksamen Klimaschutz besser erläutern, als ein mit akademischen Weihen versehener einflussreicher und mit Auszeichnungen überhäufter Klimaforscher?

Der zudem allein durch seine persönliche Bekanntschaft mit allen moralischen Instanzen der Moderne, vom verstorbenen Nelson Mandela über den Papst bis hin zu Claudia Roth, selbst eine solche geworden ist? Der als überparteilicher Kandidat für ein Thema steht, dem sich fast alle Parteien verpflichtet fühlen, und dadurch für die breite Mehrheit der Delegierten der Bundesversammlung wählbar ist? Der die Kanzlerin seit vielen Jahren berät und ihr daher persönlich nahe steht? Genau, ich meine den jüngst erst mit dem „Energie-Effizienzpreis für Norddeutschland 2016 in der Kategorie Wissenschaft der Stadtwerke Hannover“ ausgezeichneten Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joachim Schellnhuber, gegenwärtig noch Leiter des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung PIK und als solcher mit schmelzenden Gletschern ebenso vertraut, wie mit wutbürgerlichen Klimaskeptikern.

Ich bin zwar nicht vorschlagsberechtigt, aber auf diesem Weg möchte ich ihn trotzdem für das Amt des Staatsoberhauptes empfehlen. Klimaschutz bedeutet, einem Problem, dessen Existenz man lediglich vermutet, mit Maßnahmen zu begegnen, die es möglicherweise nicht lösen. Maßnahmen, die am Ende viel größere Verheerungen anrichten, als es ein Klimawandel je könnte. Dieser blinde Aktionismus würde durch die Wahl Schellnhubers zum Bundespräsidenten wunderbar abgerundet.

Kommentar zum Bericht „EU macht Weg für Klimavertrag frei“ v. 1.10.16 (Leserbrief)

Augsburg, 3.10.2016

Kommentar zum Bericht „EU macht Weg für Klimavertrag frei“ v. 1.10.16

Wirklich rührend: Da haben doch tatsächlich die EU-Umweltminister dem sog. „Weltklimavertrag“ zugestimmt! Da es in diesem erlauchten Gremium keinen einzigen studierten Meteorologen oder gar Klimatologen gibt, kann man davon ausgehen, dass auch kein einziger von ihnen kapiert hat, um was es überhaupt geht – außer vielleicht, dass ein lebenswerteres Klima mit allen Mitteln verhindert werden soll. Dass diese Mittel (Dekarbonisierung und damit auch De-Industrialisierung) völlig untauglich sind – schließlich hat der CO2-Gehalt der Atmosphäre nichts mit dem Klima zu tun – versteht in dieser inkompetenten Laienschar mit Sicherheit niemand, am allerwenigsten wohl unsere Umweltministerin! Was natürlich für die Ausübung des Ministeramts kein Nachteil ist: Wer nichts weiß, muss (oder will aus ideologischen Gründen) alles glauben, was Lobbyisten ihm einreden!

Traurig ist nur, dass unsere Kanzlerin als angebliche Physikerin über den ganzen dummen und albernen Hype um das ominöse 2-Grad-Ziel Bescheid weiß, oder wenigstens wissen müsste! Bei ihren Wissenslücken könnte man fast vermuten, ihre Promotion wäre auf Schavan-Guttenbergsche Art entstanden….

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Kommentar zum Leserbrief von Dr. E. Belotti „Ausbau der Windkraft ist verantwortbar“ v. 7.9.16 (Leserbrief)

Augsburg, 10.9.2016

Kommentar zum Leserbrief von Dr. E. Belotti „Ausbau der Windkraft ist verantwortbar“ v. 7.9.16

Her Belotti nennt sich zwar Naturwissenschaftler und ist sogar beim Naturschutz engagiert, leider muss man aber auch hier seine eigenen Worte beim Kommentar von Herrn Höpfel („Erbitterter Kampf um den Rotmilan“) gegen ihn verwenden, denn gerade bei ihm „muss Überzeugung Wissen ersetzen“.

Ansonsten könnte er sich mit seinem schlecht angelesenen Halbwissen im Bereich Meteorologie/Klimatologie kaum mit solchen Sätzen blamieren, wie „Windkraftausbau ist besonders im Süden dringend notwendig, denn die Klimakatastrophe stellt eine reale Gefahr dar – für den Menschen und den Rotmilan“.

Fragt sich bloß, was für eine Klimakatastrophe er meint ?! Etwa die immer stärkere globale und regionale Abkühlung?

Wieder einmal ein typischer Fall für den Spruch von Dieter Nuhr: Wenn man keine Ahnung hat – einfach mal die Klappe halten (er hat`s drastischer ausgedrückt); genauso passend hierzu die Aussage von Stuttgarts Alt-OB Rommel: Um richtig dumm daherreden zu können, muss man schon akademisch gebildet sein!

(nicht veröffentlicht)

Kommentar zum capito-Beitrag „Die Namen des Wetters“ v. 6.9.16 (Leserbrief)

Augsburg, 7.9.2016

Kommentar zum capito-Beitrag „Die Namen des Wetters“ v. 6.9.16

Wieder einmal hat es die capito-Seite versäumt, wissbegierigen Kindern auch Wissen zu vermitteln!

So heißt es hier, Hochdruckgebiete sind teurer als Tiefs, „schließlich sorgen sie meist für schönes Wetter und gute Laune!“

Abgesehen davon, dass dies nur in der warmen Jahreszeit stimmt, während ein starkes Hoch im Winter zu wochenlangem, deprimierendem Nebel oder Hochnebel führen kann, ist der Grund natürlich ein völlig anderer:

Hochs haben in der Regel eine längere Lebensdauer, als Tiefs; so werden im Laufe eines Jahres durchschnittlich 50 Hochs mit Namen versehen, während die Anzahl der Tiefs etwa dreimal so hoch ist! Logischerweise sind die selteneren Hochs also teurer, ihre Taufe kostet 299 €, während Tiefs für 199 € zu haben sind!

Im Sinne der Kinder: Schade, wieder eine Chance der Wissensvermittlung vertan.

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Kommentar zum Bericht: „Klimakiller: Pupsende Minikrebse“ v. 27.8.16 (Leserbrief)

Augsburg, 31.8.2016

Kommentar zum Bericht: „Klimakiller: Pupsende Minikrebse“ v. 27.8.16

Endlich wurde mal wieder die verdauende Kuh , die „Killerkuh!“, aus der Mottenkiste der Klimawandelhysterie hervorgeholt, und damit nicht genug, auch der pööhse Ruderfußkrebs gibt beim Verdauen Methan ab und erwärmt damit die Erde!

Das Ganze sollte wohl satirisch gemeint sein („Spaß beiseite“), aber immerhin wurde darauf hingewiesen, dass Methan in Bezug auf den Treibhauseffekt 25mal wirksamer als CO2 ist!

Für einen grünen Treibhausgläubigen stellt sich da natürlich sofort die Frage: Und was ist mit dem Wasser ???! Wasserdampf ist etwa 100mal wirksamer, als CO2 und außerdem in der Atmosphäre statt im Zehntel-Promille-Bereich wie CO2, vor allem in den Tropen in einer Konzentration von mehreren Prozent vorhanden! Da müsste man doch sofort alle Flüsse, Seen und Meere zudecken um die Verdunstung zu verhindern!

Diese Idee wäre zwar völlig idiotisch (was einen grünen Ideologen natürlich am allerwenigsten stören würde), aber zum Glück ist der naturwissenschaftliche Kenntnisstand des gemeinen grünen Weltenretters nur infinitesimal von Null verschieden, so dass solche Szenarien wohl nicht einmal angedacht werden.

Obwohl… in der gleichen Nummer sagt der Chef der Rügenwalder Wurstherstellung, dass er mehr vegetarische Produkte herstellen will, denn für vegetarische Kost sprächen ökologische Gründe; ihm geht es dabei um den Klimawandel, denn die CO2-Bilanz eines Steaks sei riesig!!

Man kann sich offenbar nichts so Dummes ausdenken, dass es nicht ernsthaft angedacht werden würde!

(nicht veröffentlicht)