Kommentar zu Trumps „Ausstieg“ aus dem Pariser Klimaabkommen (Leserbrief)

Augsburg, 12.6.2017

Kommentar zu Trumps „Ausstieg“ aus dem Pariser Klimaabkommen

Immer wieder wird in den Medien behauptet, der „Klimaleugner“ Trump wolle aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen, da er den menschengemachten Klimawandel leugnet. Das ist aber nur die halbe Wahrheit, der Hauptgrund seines (d.h. Amerikas ) Rückzugs sind die exorbitanten Kosten und der minimale Ertrag der vereinbarten CO2-Reduzierung; außerdem braucht er sich gar nicht zurückzuziehen, Paris war eh nur eine Absichtserklärung und kein Vertrag, was Schwellenländer wie China (sofern es überhaupt noch eines ist) oder Indien gnadenlos ausnutzen.

Trump hat sich ausrechnen lassen, dass die geplante CO2 – Reduzierung bis zum Ende des Jahrhunderts bei Kosten von hunderten Milliarden Dollar eine globale Temperaturreduzierung von gerade mal 0,18 Grad ergeben würde -wenn denn die Modellrechnungen stimmen würden! Für hundertstel Grad Temperaturreduzierung zig-Milliarden Dollar zu verplempern – soviel Dummheit (oder Feindschaft zum eigenen Volk) kann wohl nur noch von Deutschland erwartet werden!!

Zur Aufklärung für unsere Quotenfrauen in Regierung, UBA u.ä. Behörden (Hendricks, Krautzberger, Kemfert, Höhn, Scharf, Merkel u.s.w.), die ja in der Regel nicht die geringste Ahnung von Meteorologie, aber vielleicht doch noch von Elementarmathematik haben, wäre ein anschauliches Beispiel aus der Rubrik „Kindervergnügen“ hilfreich, um den CO2- und Methanhype ad absurdum zu führen: Man stelle sich eine Ballwanne mit 100.000 Bällen, sinnbildlich für die Erdatmosphäre, vor, 99960 weiße für die übrige Luft, und 40 rote, entsprechend dem CO2-Gehalt der Atmosphäre – und von diesen sind 37 natürlichen Ursprungs und drei anthropogen!! Und eine davon wieder loszuwerden kostet etwa 1 Billion Euro! Und um die Sache auf die Spitze zu treiben: Jetzt stelle man sich zehn dieser riesigen Ballwannen mit insgesamt einer Million Bällen vor – und in zweien davon liegt je eine Kugel, die den Methangehalt der Atmosphäre repräsentiert!

Angesichts dieser Zahlen ist jede Anstrengung, mit wahnsinnigen Kosten „eine dieser Kugeln rauszufischen“ an Dummheit kaum zu überbieten – die Kleinkinder in der Ballwanne wüssten das!

(nicht veröffentlicht)

Veröffentlicht von

Wetterpapst

Geboren 1944 in Waldenburg/Wüstegiersdorf (N.Schl.), Volksschule Beverungen/Weser 1951-1954, Realgymnasium (später Peutinger G.) Augsburg 1954-1963, Studium der Meteorologie, Physik, Geophysik, Geographie und Mathematik an der LMU in München, Diplom in Meteorologie 1969, Diplomarbeit: "Die Temperaturmessungen in München 1781-1968" (garantiert plagiatsfrei...). Wiss. Assistent im Met. Inst. der LMU München 1969-1970, Wetterdienstreferendar 1970-1972, Assessorprüfung 1972, Meteorologe im wissenschaftlichen Betriebsdienst beim DWD 1972-2009. Einsatzgebiete: Flugwetterwarte M-Riem 1972-1977 (als Flugmeteorologe), Wetteramt München (später: Niederlassung M. des DWD) 1977-2009 (als Flugmet. sowie Meteorologe im Vorhersagedienst und Wetterwarndienst mit Abordnungen nach Nürnberg und Erfurt). 1979 - 2009 Verfasser der Münchner klimatologischen Monatsrückblicke für die Süddeutsche Zeitung. Veröffentlichungen u.a. in WK des DWD, BWK, promet. 1988 acht Wochen Maritimmeteorologe als Leiter der Bordwetterwarte auf dem FSB Meerkatze mit Aufenthalten auf Grönland (Nuuk, Grönnedal, Ivigtut) und Island (Heimaey). Dienstliche Auslandsaufenthalte als Flugmet. in Istanbul, Kairo, Nairobi, Teheran, Bagdad, Toronto, Neu Delhi, Buenos Aires, Santiago und Los Angeles. Seit 1.8.2009 im dienstl. Ruhestand, seitdem Vortragstätigkeit über klimatologische Themen bei verschiedensten interessierten Kreisen von Rotariern bis Kollegstufengymnasiasten. Jederzeit zu Vorträgen oder Diskussionen in Gesprächskreisen bereit.

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