Kommentar zum capito-Bericht über Nein zum Klima-Abkommen v. 6.6.17 (Leserbrief)

Augsburg, 6.6.2017

Kommentar zum capito-Bericht über Nein zum Klima-Abkommen v. 6.6.17

Über den Bericht, den die dpa hier wie gewohnt in totaler Unwissenheit in Sachen Klima verbreitet, kann man getrost hinweggehen. Allerdings muss man die Kinder eindringlich davor warnen, das unten stehende „Wusstest du…“ zu lesen, sonst wird aus ihnen möglicherweise ein Erwachsener, wie der Leserbriefschreiber in der gleichen Ausgabe („Wenn der letzte Eisbär…“), der immer noch der Meinung ist, dass die Eisbären gefährdet wären oder die Pole abschmelzen oder die Malediven im Meer versinken!!
Für die Kinder also hier wahrheitsgemäße Infos: Vor dem Klimawandel zu warnen ist Unsinn, das Klima wandelt sich seit Millionen Jahren und wird es trotz Warnungen auch weiter tun, bloß leider im Augenblick nicht hin zu mehr Wärme. Deshalb nimmt die Eisbedeckung der Arktis nicht ab, sondern zu; der Eispanzer der Antarktis wird ohnehin seit vielen Jahren immer massiver! Und die Eisbären sind nicht bedroht, sondern vermehren sich in einem Maße, dass sie (z.B. in Kanada oder auf Spitzbergen) vielerorts zur Land (oder eher Eis-)plage geworden sind; ihr Bestand hat sich seit 1950, der ersten Zählung, versechsfacht. Und der Meeresspiegel steigt so stark, dass die Malediven von dem Geld, das sie von den dummen Industriestaaten bekommen, auf Meeresniveau neue Flughäfen bauen (wie auch die Japaner, denen man offensichtlich noch nicht gesagt hat, wie gefährlich das ist…). Und noch eine Ergänzung, nicht für die hier lesenden Grundschüler, für die das natürlich nichts Neues ist, sondern für den Öko-Freak aus Donauwörth: Wenn das Nordpolareis schmelzen würde, steigt der Meeresspiegel natürlich nicht, da dieses Eis schwimmt und wenn das Antarktiseis schmelzen soll, müsste es so heiß werden, dass die Ozeane verdampfen würden, der Meeresspiegel würde also sogar sinken – aber das ist natürlich nur ein dämliches Gedankenexperiment!
Aber ein paar grundlegende Physik-Kenntnisse wenigstens auf Klippschulniveau wären für o.a. Leser sehr zu wünschen, ebenso natürlich auch für die sog. Journalisten von der dpa.

(nicht veröffentlicht)

Veröffentlicht von

Wetterpapst

Geboren 1944 in Waldenburg/Wüstegiersdorf (N.Schl.), Volksschule Beverungen/Weser 1951-1954, Realgymnasium (später Peutinger G.) Augsburg 1954-1963, Studium der Meteorologie, Physik, Geophysik, Geographie und Mathematik an der LMU in München, Diplom in Meteorologie 1969, Diplomarbeit: "Die Temperaturmessungen in München 1781-1968" (garantiert plagiatsfrei...). Wiss. Assistent im Met. Inst. der LMU München 1969-1970, Wetterdienstreferendar 1970-1972, Assessorprüfung 1972, Meteorologe im wissenschaftlichen Betriebsdienst beim DWD 1972-2009. Einsatzgebiete: Flugwetterwarte M-Riem 1972-1977 (als Flugmeteorologe), Wetteramt München (später: Niederlassung M. des DWD) 1977-2009 (als Flugmet. sowie Meteorologe im Vorhersagedienst und Wetterwarndienst mit Abordnungen nach Nürnberg und Erfurt). 1979 - 2009 Verfasser der Münchner klimatologischen Monatsrückblicke für die Süddeutsche Zeitung. Veröffentlichungen u.a. in WK des DWD, BWK, promet. 1988 acht Wochen Maritimmeteorologe als Leiter der Bordwetterwarte auf dem FSB Meerkatze mit Aufenthalten auf Grönland (Nuuk, Grönnedal, Ivigtut) und Island (Heimaey). Dienstliche Auslandsaufenthalte als Flugmet. in Istanbul, Kairo, Nairobi, Teheran, Bagdad, Toronto, Neu Delhi, Buenos Aires, Santiago und Los Angeles. Seit 1.8.2009 im dienstl. Ruhestand, seitdem Vortragstätigkeit über klimatologische Themen bei verschiedensten interessierten Kreisen von Rotariern bis Kollegstufengymnasiasten. Jederzeit zu Vorträgen oder Diskussionen in Gesprächskreisen bereit.

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