Zu viele Köche verderben das Klima (Leserbrief)

Augsburg, 12.12.2010

Leserbrief zum Artikel: „Zu viele Köche verderben das Klima“ v. 11.12.2010 in der Augsburger Allgemeinen

In diesem sehr ausführlichen Beitrag von Lea Thies gibt es eigentlich nur einen einzigen lesenswerten und zum Nachdenken anregenden Satz, leider ziemlich am Schluss, bis wohin wohl eh kaum noch jemand gelesen hat! Da heißt es nämlich: „Es gibt zudem Zweifel an der These, dass CO2 den Klimawandel verursacht.“ Das stimmt zwar, noch richtiger wäre allerdings der Satz gewesen: „Einige ideologisch verblendete Lobbyisten glauben (oder werden vielmehr dafür bezahlt, dass sie dies verkünden!), dass die zunehmende CO2 – Konzentration in der Luft den Temperaturanstieg gegen Ende des vorigen Jahrhunderts verursacht hat und wollen jetzt den Leuten einreden, dieser Anstieg ginge so weiter! Wenn nicht ….“

Die Mehrheit der Wissenschaftler denkt nämlich anders, denn tatsächlich ist der globale Temperaturanstieg längst beendet, die Eisbedeckung im Nordpolargebiet nimmt drastisch zu (in der Antarktis nahm sie noch nie ab!) und alle ernstzunehmenden Meteorologen (d..h. etwa 90% meiner Kollegen, die allerdings von Ihrem Dienstherrn einen Maulkorb verpasst bekommen haben) gehen von drastisch sinkenden Temperaturen in der absehbaren Zukunft aus! Und wer immer noch glaubt, in Kyoto, Kopenhagen, Cancun usw. ginge es ums Klima und nicht ums Geld und seine Umverteilung, der sollte mal die „Bilderberg-Treffen“ googeln. Hier treffen sich nämlich die wirklich wichtigen Leute der Welt von A (wie Ackermann) über K (wie Kissinger) bis Z (wie Zapatero) um die drängenden Probleme der Welt zu diskutieren; und was war dieses Jahr das Thema? Neben Euro-Krise, Afghanistan-Krieg usw.usw.: The global Cooling, richtig gelesen, nicht warming, sondern cooling!!! Und wer jetzt noch Vertrauen zu unseren politischen Nullen hat, ist wohl wirklich nicht mehr zu retten!!

(nicht veröffentlicht)

Denn sie wissen nicht, was sie tun.. (Leserbrief)

Augsburg, 07.11.2010

„Denn sie wissen nicht, was sie tun…“, Kommentar zum Leserbrief von Herrn Josef Scherer (Wochenend – AZ v. 06.11.2010): Dilettanten

Selten hat mir eine Leserzuschrift mehr aus dem Herzen gesprochen, als die des Herrn Scherer, in der er mit den selbst ernannten „Experten“ abrechnet. Wohl jeder Leser könnte dessen Liste bei Bedarf aus seinem eigenen beruflichen Umfeld problemlos ergänzen; selbstverständlich auch ich als Meteorologe, pardon, natürlich als Dipl.-Met.! Denn Meteorologe oder Wetter-, bzw. Klimafachmann kann sich ja heute jeder nennen, der wenigstens den Begriff Wetter definieren kann; obwohl: Bei unserem gegenwärtigen Umweltminister (Röttgen, Jurist) oder seinem Vorgänger (Gabriel, Berufsschullehrer für Deutsch und Soziologie) wäre ich mir nicht mal dabei sicher, bei der umweltpolitischen Sprecherin (oder wie sie sich auch immer nennt) der Grünen, Frau Höhn (Mathematikerin), hab ich es sogar schon selbst gehört, dass sie vom Thema Klima u.ä. keine Ahnung hat! Eine nicht unerhebliche Schuld an diesem beklagenswerten Zustand haben natürlich auch die Medien, die es z.B. geschafft haben, einen Menschen namens Kachelmann, der überhaupt keine Berufsausbildung hat, zum Star-Meteorologen und Wetterfachmann hoch zu schreiben. Aber man weiß ja: Der natürliche Feind des Journalisten ist das Fachwissen, und so werden wir wohl auch in Zukunft mit immer neuen,unglaublich kompetenten „Experten“ beglückt werden…

(nicht veröffentlicht)

Randbemerkung: Damals, als noch Schnee lag (Leserbrief)

Augsburg, 24.10.2010

Leserbrief zur „Randbemerkung“ v. A. König: „Damals, als noch Schnee lag“ v. 23.10.2010 in der Augsburger Allgemeinen

Es ist zwar immer niedlich zu lesen, wenn ein Sportredakteur witzig sein will, bei o.a. „Randbemerkung“ hat man allerdings manchmal den Eindruck, Herr König meint diesen Quatsch zumindest teilweise ernst. Oder er hat sich in seiner beschränkten Wahrnehmung tatsächlich noch nicht von der Theorie einer, sich auch in Bayern manifestierenden, fiktiven Klimaerwärmung lösen können. Das wäre natürlich wirklich schlimm, denn man fragt sich dann unwillkürlich, wozu es denn ein Internet gibt oder ob AZ-Redakteure einfach nur zu faul zum Recherchieren sind!? Um ein wenig Hilfestellung zu geben, falls Herr König die letzten Jahre außerhalb Europas verbracht hat: Fünf der letzten acht Winter in Mitteleuropa waren teilweise drastisch zu kalt und zu schneereich und die Anschaffung von Schneekanonen erweist sich immer mehr als Fehlinvestition. Kein ernst zu nehmender Klimatologe erwartet für die nächsten Jahre oder Jahrzehnte eine durchgreifende Änderung des seit längerem anhaltenden sowohl globalen, als auch lokalen Abkühlungstrends!

(nicht veröffentlicht)

Die Wissenschaft als Feind (Leserbrief)

Augsburg, 06.10.2010

Zum Artikel Die Wissenschaft als Feind, Spiegel Ausgabe 40/10

Ich weiß zwar, dass Journalisten, krass ausgedrückt, arme Schweine sind, weil sie häufig (wenn`s um meteorologische Themen geht: immer) über Themen schreiben müssen, von denen sie nicht die Spur einer Ahnung haben. Aber: Wer verbietet ihnen denn um Himmels Willen das Recherchieren? Wer verbietet es Frau Meyer, einen klimatologisch kompetenten Meteorologen zu befragen, ehe sie einen derart tendenziösen, falschen und verlogenen Artikel schreibt? Anmerkung: Die Herren Schellnhuber, Rahmstorf und Konsorten sind keine Meteorologen, aber wahrscheinlich hat Frau Meyer nicht mal das gewusst…

(nicht veröffentlicht)

Klima schützen leicht gemacht (Leserbrief)

Augsburg, 18.03.2010

Leserbrief zum Artikel: „Klima schützen leicht gemacht“ v. 18.03.2010 in der Augsburger Allgemeinen

Wie viel Unsinn muss man eigentlich noch beim Lieblingsthema von Politik und Medien über sich ergehen lassen? Oder: Wann hört endlich die Verwechslung von Umwelt und Klima auf? Bereits im ersten Satz des Artikels wird ein praktischer Umwelttipp erwähnt, sicher sehr vernünftig und empfehlenswert, aber: Was hat der dringend notwendige Umweltschutz mit dem völlig unsinnigen Klimaschutz (Kandidat zum Unwort des Jahres) zu tun, oder: Warum werden diese beiden Begriffe immer wieder bedenkenlos miteinander ausgetauscht? Noch dazu mit einer reißerischen und an Dummheit kaum zu überbietenden Schlagzeile: „Klima schützen kann jeder!“?

Ist es denn von den veranstaltenden Gremien zu viel verlangt, durch minimale Recherche bei kompetenten Stellen (natürlich nicht bei ideologiebefangenen Lobbyisten, aber, man staune, es gibt neuerdings Internet!!) den Klimabegriff abzuklären und die bei Fachleuten (bei Fachleuten wohlgemerkt, nicht bei fachfremden Ideologen) allgemein akzeptierte Tatsache zur Kenntnis zu nehmen, dass die Korrelation der Klimaschwankungen der letzten 300 Jahre zur Schwankung der Sonnenaktivität hoch signifikant ist, während der steigende CO2 Gehalt der Luft lediglich die Erwärmung der Jahre 1980 bis etwa 2000 erklären könnte, die seitdem erfolgte Stagnation, bzw. Abkühlung trotz rasant steigendem CO2 Gehalt natürlich nicht, ebenso wenig auch die „Kleine Eiszeit“ im 17. Jahrhundert oder die nachfolgende Erwärmung, noch die Kältephase Mitte des 19. Jahrhunderts.

Außerdem: Eine weitere Erhöhung des CO2 Gehalts der Luft würde nach Ansicht aller Biologen das Pflanzenwachstum auf der Erde massiv begünstigen und dem Hunger in der Welt möglicherweise Einhalt gebieten können, was aber von den Politikern offensichtlich nicht erwünscht ist! Aber was soll man von unseren Umweltpolitikern, wissenschaftlichen Nullen allesamt, auch halten, für die das lebensnotwendige CO2 ein Schadstoffgas ist!? Bei soviel geballter Inkompetenz natürlich höchstens Nachplappern von Lobbyfloskeln!

(nicht veröffentlicht)

Klimawandel trifft Bayern noch härter (Leserbrief)

Augsburg, 04.09.2008

Leserbrief zum Artikel „Klimawandel trifft Bayern noch härter“ v. 04.09.2008 im Münchner Merkur

Es ist geradezu erschreckend, mit welcher Sorglosigkeit heutzutage mögliche Szenarien der Klimaänderung als Tatsachen, bzw. Prognosen verkauft werden, noch dazu mit derart reißerischen Überschriften wie „es wird heiß, heiß, heiß“; der in der Regel im Bereich Meteorologie nicht übermäßig kompetenten Bevölkerung soll damit wohl suggeriert werden, dass die Eintreffwahrschein-lichkeit solcher Klimaszenarien in der Nähe der für Wettervorhersagen im Kurz- oder Mittelfristbereich liegt – natürlich völliger Nonsens!

Denn: Zwar können die verschiedenen Klimamodelle (es gibt schließlich nicht nur das hier zitierte Modell „Remo“, sondern viele andere, die alle unterschiedliche Ergebnisse liefern!) gerade noch mit Einschränkungen die Erwärmung ab ca. 1850, dem kältesten Zeitraum der letzten 250 Jahre, nachvollziehen oder erklären, doch versagen sie alle bei der Rekonstruktion der letzten tausend oder zweitausend Jahre, als wir zwei Warmphasen hatten, die die meisten für die nächsten Jahrzehnte vorherberechneten Szenarien bei weitem übertrafen! Und das ganz ohne bekannten übermäßigen CO2- Ausstoß!

Übrigens nannte man diese Warmzeiten in der meteorologischen Fachliteratur bis vor kurzem das Römische, bzw. Mittelalterliche Klimaoptimum, nicht Klimakatastrophe! Katastrophe heißt eine mögliche, aber wenig wahrscheinliche neue Warmzeit erst, seit eine Horde von Lobbyisten erkannt hat, wie leicht man mit Angstmacherei Geld machen kann! Woran die Medien einen nicht unerheblichen Anteil haben!!

Natürlich stimmt es, dass es in den letzten Jahrzehnten wärmer wurde, warum auch immer; nicht wenige (und immer mehr) namhafte Klimatologen meinen die Ursache in der verstärkten Sonnenaktivität gefunden zu haben. Ein deutlicher Hinweis darauf ist die gute Korrelation zwischen der bereits wieder zurückgehenden globalen Mitteltemperatur und der immer schwächer werdenden Sonnenaktivität! Aber warum glaubt man eigentlich, die ganzen sinnvollen Maßnamen zum Umweltschutz und zur Energieeinsparung nur durchsetzen zu können, wenn man den Menschen Angst vor einem neuen Klimaoptimum macht und nicht, wenn man an ihre Vernunft appelliert!? Wie gesagt: Eine Horde von Lobbyisten verdient daran, allen voran der „Übervater der Klimaschützer“, Al Gore, der den Handel mit CO2-Zertifikaten initiierte und daran sicher genauso viel verdient, wie an seinem mit zahlreichen Fehlern gespickten Film „Eine unbequeme Wahrheit“.

Um zum Schluss noch einmal auf den zitierten Horrorbericht des UBA zurückzukommen: Übermäßiges Vertrauen hat das Amt wohl selbst nicht in diesen Bericht, sonst stünde nicht ganz am Anfang: Die in dieser Studie geäußerten Ansichten müssen nicht mit denen des Herausgebers übereinstimmen….

Wohl mit Recht, denn wenn man auf S. 55 dieses Berichts merkt, dass die Verfasser Schwierigkeiten mit den Definitionen besonderer Tage (Sommertage, Eistage etc.) haben, die alle falsch sind, dann muss man sich wohl fragen, was von Aussagen zu halten ist, die etwas über das Niveau klimatologischer Elementarvorlesungen hinausgehen…..

(nicht veröffentlicht)