Ende der Beobachtungen auf der Wetterstation Zugspitze (Leserbrief)

Augsburg, 29.5.2018

Ende der Beobachtungen auf der Wetterstation Zugspitze

Ein trauriges Datum: Am 1.6. beenden die Wetterbeobachter auf der Zugspitze die Arbeit nach fast 120 Jahren!!
Schritt für Schritt haben Geräte bereits viele Aufgaben übernommen und diese Automation geht immer weiter, denn, lt. DWD-Sprecher Kirsche (natürlich kein Meteorologe!): Die Technik kann viel mehr und schneller Daten erheben!
155 der 182 hauptamtlichen Wetterstationen laufen schon automatisiert (Augsburg schon lange), und bis 2021 sollen es alle sein.
Die Frage ist natürlich: Warum? Das primitivste Argument ist natürlich immer die Kostenfrage, ein Automat ist billiger, als ein menschlicher Beobachter; aber: Auf der Zugspitze werden auch weiterhin die Beobachter auf den Berg fahren, denn ohne Betreuung laufen die Geräte natürlich nicht und im Winter muss Schnee geschippt werden, damit die Station nicht im Schnee versinkt.
Bleibt die Vermutung, dass man einfach eine klimawandelgerechte Erwärmung aus dem Hut zaubern will; Vergleichsmessungen Augenbeobachtungen – elektronische Messung: Fehlanzeige; Vergleiche früherer Mittelbildung (Mannheimer Stunden) – heutige 24-Stunden- Messung: Natürlich auch! Und wenn es sein muss, werden unersetzliche Bergstationen einfach gänzlich dicht gemacht; das völlige Aus der Beobachtungen auf der Wetterstation Wendelstein als Beispiel ist eine absolute Schande für die Politik und die regierungshörige Führungsclique des DWD! Vom Klimawandel schwätzen und eine Säkularstation schließen – schlimmer kann die Inkompetenz des DWD kaum dargestellt werden!

(nicht veröffentlicht)

Veröffentlicht von

Wetterpapst

Geboren 1944 in Waldenburg/Wüstegiersdorf (N.Schl.), Volksschule Beverungen/Weser 1951-1954, Realgymnasium (später Peutinger G.) Augsburg 1954-1963, Studium der Meteorologie, Physik, Geophysik, Geographie und Mathematik an der LMU in München, Diplom in Meteorologie 1969, Diplomarbeit: "Die Temperaturmessungen in München 1781-1968" (garantiert plagiatsfrei...). Wiss. Assistent im Met. Inst. der LMU München 1969-1970, Wetterdienstreferendar 1970-1972, Assessorprüfung 1972, Meteorologe im wissenschaftlichen Betriebsdienst beim DWD 1972-2009. Einsatzgebiete: Flugwetterwarte M-Riem 1972-1977 (als Flugmeteorologe), Wetteramt München (später: Niederlassung M. des DWD) 1977-2009 (als Flugmet. sowie Meteorologe im Vorhersagedienst und Wetterwarndienst mit Abordnungen nach Nürnberg und Erfurt). 1979 - 2009 Verfasser der Münchner klimatologischen Monatsrückblicke für die Süddeutsche Zeitung. Veröffentlichungen u.a. in WK des DWD, BWK, promet. 1988 acht Wochen Maritimmeteorologe als Leiter der Bordwetterwarte auf dem FSB Meerkatze mit Aufenthalten auf Grönland (Nuuk, Grönnedal, Ivigtut) und Island (Heimaey). Dienstliche Auslandsaufenthalte als Flugmet. in Istanbul, Kairo, Nairobi, Teheran, Bagdad, Toronto, Neu Delhi, Buenos Aires, Santiago und Los Angeles. Seit 1.8.2009 im dienstl. Ruhestand, seitdem Vortragstätigkeit über klimatologische Themen bei verschiedensten interessierten Kreisen von Rotariern bis Kollegstufengymnasiasten. Jederzeit zu Vorträgen oder Diskussionen in Gesprächskreisen bereit.

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