Gedanken zum Evangelischen Kirchentag (Leserbrief)

Augsburg, 13.7.2019

Gedanken zum Evangelischen Kirchentag

Bei seiner Eröffnungsrede zur außerplanmäßigen Versammlung der Grünen (offiziell Evangelischer Kirchentag genannt), hat sich dessen Präsident, der Journalist Hans Leyendecker, einen unglaublichen, von der Öffentlichkeit aber kaum registrierten fauxpas geleistet. Nach seiner Meinung sind nämlich sog. „Klimaleugner“ (allein der Gebrauch dieses Wortes zeigt schon, wes fehlenden Geistes Kind H.L. ist) auf dem Kirchentag unerwünscht!
Inzwischen ist also nicht nur die AfD als Feindbild der „guten“ Grünen auf solchen Veranstaltungen unerwünscht, sondern auch seriöse Wissenschaftler, die im kleinen Finger mehr Intelligenz haben, als Herr Leyendecker im Kopf.
Der Besuch einer solchen Veranstaltung, die zwar Kirchentag heißt, aber mit Christentum, Kirche oder Glauben nichts zu tun hat, ist wohl nur Masochisten zu empfehlen – oder eben Leuten, die die grüne Ideologie als Ersatzreligion für sich erkoren haben!

(nicht veröffentlicht)

Veröffentlicht von

Wetterpapst

Geboren 1944 in Waldenburg/Wüstegiersdorf (N.Schl.), Volksschule Beverungen/Weser 1951-1954, Realgymnasium (später Peutinger G.) Augsburg 1954-1963, Studium der Meteorologie, Physik, Geophysik, Geographie und Mathematik an der LMU in München, Diplom in Meteorologie 1969, Diplomarbeit: "Die Temperaturmessungen in München 1781-1968" (garantiert plagiatsfrei...). Wiss. Assistent im Met. Inst. der LMU München 1969-1970, Wetterdienstreferendar 1970-1972, Assessorprüfung 1972, Meteorologe im wissenschaftlichen Betriebsdienst beim DWD 1972-2009. Einsatzgebiete: Flugwetterwarte M-Riem 1972-1977 (als Flugmeteorologe), Wetteramt München (später: Niederlassung M. des DWD) 1977-2009 (als Flugmet. sowie Meteorologe im Vorhersagedienst und Wetterwarndienst mit Abordnungen nach Nürnberg und Erfurt). 1979 - 2009 Verfasser der Münchner klimatologischen Monatsrückblicke für die Süddeutsche Zeitung. Veröffentlichungen u.a. in WK des DWD, BWK, promet. 1988 acht Wochen Maritimmeteorologe als Leiter der Bordwetterwarte auf dem FSB Meerkatze mit Aufenthalten auf Grönland (Nuuk, Grönnedal, Ivigtut) und Island (Heimaey). Dienstliche Auslandsaufenthalte als Flugmet. in Istanbul, Kairo, Nairobi, Teheran, Bagdad, Toronto, Neu Delhi, Buenos Aires, Santiago und Los Angeles. Seit 1.8.2009 im dienstl. Ruhestand, seitdem Vortragstätigkeit über klimatologische Themen bei verschiedensten interessierten Kreisen von Rotariern bis Kollegstufengymnasiasten. Jederzeit zu Vorträgen oder Diskussionen in Gesprächskreisen bereit.

2 Gedanken zu „Gedanken zum Evangelischen Kirchentag (Leserbrief)“

  1. Die Fachwelt ist eigentlich in Sachen Klima einer Meinung. Auch wenn im Detail vielseitig und komplex, steht doch ganz grundsätzliche Gesetze der Physik dahinter, die keinerlei Zweifel daran lässt, dass der seit der Zeit der Industrialisierung inwz. ca. 50%ige stattfindende CO2-Konzentration in der Atmospähre einen entsprechenden Anstieg der mittleren globalen Temperatur zur Folge haben muss. Es wärre äußerst erstaunlich, wenn sich dieser Effekt der Klimaerwärmung bei der Menge dessen, was wir so alles schon in die Atmospähre gebalsen habe, nicht einstellen würde.
    Es spielt dabei keinerlei Rolle wer welcher Partei angehört und es längt nur von den grundsätzlichen Problemen ab. Wer zu dem Thema diskutiert und widersprechnen möchte sollte sich intensiv mit den numerischen Simulationsmodellen, dessen Randbedingungen und den weltweit einfliesenden Messdaten beschäftigen. Mann sollte abei aufpassen, dass man sich nicht in irgenwelchen exotischen, im Internet vorhandenen Randgruppen verirrt und sich mal ein paar Tage Zeit nehmen und sich mal in ein paar der vielen wissenschaftlichen Veröffentlichungen dazu einlesen.

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