Kausalität und Korrelation am Beispiel Klimawandel (Leserbrief)

Augsburg, 6.4.2019

Kausalität und Korrelation am Beispiel Klimawandel (Leserbrief)

Wenn das normale Grundschulkind eine Limo trinken will, wird es instinktiv die Flasche aus dem Kühlschrank nehmen und nicht die daneben stehende. Kühlschranklimo ist nämlich kalt und daher spritzig, die andere lau mit starker Ausgasung der Kohlensäure beim öffnen.
Sollte dieses Kind später mal lieber in die Schule gehen, um was zu lernen, statt für irgendeine dumme Ideologie zu schwänzen, hat es vielleicht sogar schon die dahinter stehende Physik verstanden: Kaltes Wasser kann mehr CO2 aufnehmen, wird das Wasser wärmer, gast die Kohlensäure aus! Mit diesen Kenntnissen wäre der Schüler natürlich längst überqualifiziert für einen Umweltposten bei den Grünen oder gar für einen Umweltminister in Deutschland, aber sie wären sehr hilfreich beim Verständnis der CO2-Wirksamkeit!
Daher hier noch mal zum Mitschreiben: Wird die Erdatmosphäre wärmer, ziehen die Ozeane mit einer gewissen Verzögerung von ein paar Jahrzehnten nach, zwangsläufig gast CO2 aus und logischerweise steigt der CO2-Gehalt der Lufthülle. Oder, in einfacher Sprache, damit auch ein Grüner mitdenken kann: Erst wird es wärmer, dann steigt der CO2-Gehalt! Und nicht umgekehrt!! Und da das CO2-Reservoir der Ozeane gigantisch und von einer Größenordnung ist, die der Mensch auch bei größter Anstrengung nicht erreichen kann, ist es völlig egal, was die Autos an CO2 ausstoßen, ob Greta Thunfisch mit der Bahn oder dem Flugzeug zu ihren Auftritten kommt und wie viel Bonusmeilen die gestressten Politiker noch abfliegen müssen!

(nicht veröffentlicht)

Veröffentlicht von

Wetterpapst

Geboren 1944 in Waldenburg/Wüstegiersdorf (N.Schl.), Volksschule Beverungen/Weser 1951-1954, Realgymnasium (später Peutinger G.) Augsburg 1954-1963, Studium der Meteorologie, Physik, Geophysik, Geographie und Mathematik an der LMU in München, Diplom in Meteorologie 1969, Diplomarbeit: "Die Temperaturmessungen in München 1781-1968" (garantiert plagiatsfrei...). Wiss. Assistent im Met. Inst. der LMU München 1969-1970, Wetterdienstreferendar 1970-1972, Assessorprüfung 1972, Meteorologe im wissenschaftlichen Betriebsdienst beim DWD 1972-2009. Einsatzgebiete: Flugwetterwarte M-Riem 1972-1977 (als Flugmeteorologe), Wetteramt München (später: Niederlassung M. des DWD) 1977-2009 (als Flugmet. sowie Meteorologe im Vorhersagedienst und Wetterwarndienst mit Abordnungen nach Nürnberg und Erfurt). 1979 - 2009 Verfasser der Münchner klimatologischen Monatsrückblicke für die Süddeutsche Zeitung. Veröffentlichungen u.a. in WK des DWD, BWK, promet. 1988 acht Wochen Maritimmeteorologe als Leiter der Bordwetterwarte auf dem FSB Meerkatze mit Aufenthalten auf Grönland (Nuuk, Grönnedal, Ivigtut) und Island (Heimaey). Dienstliche Auslandsaufenthalte als Flugmet. in Istanbul, Kairo, Nairobi, Teheran, Bagdad, Toronto, Neu Delhi, Buenos Aires, Santiago und Los Angeles. Seit 1.8.2009 im dienstl. Ruhestand, seitdem Vortragstätigkeit über klimatologische Themen bei verschiedensten interessierten Kreisen von Rotariern bis Kollegstufengymnasiasten. Jederzeit zu Vorträgen oder Diskussionen in Gesprächskreisen bereit.

3 Gedanken zu „Kausalität und Korrelation am Beispiel Klimawandel (Leserbrief)“

  1. Ich verstehe nicht , wieso so etwas was nachgewiesen wurde , nicht veröffentlicht wird , so etwas muss an die Öffentlichkeit, wir reiten uns immer mehr in die Sch…..se und es bringt nichts

  2. Hallo!

    1.) Ich freue mich wenn der Zusammenhang verständlich und richtig erklärt wird. Wenn aber dabei die ganze Zeit Wertungen kommen (normales Grundschulkind, dumme Ideologie, überqualifiziert für einen Umweltposten bei den Grünen, noch mal zum Mitschreiben, in einfacher Sprache, damit auch ein Grüner mitdenken kann, Greta Thunfisch) finde ich das nicht ok oder professionell.
    2.) Sie werden damit auch keine „Gegner“ erreichen, falls das Ihr Ziel sein sollte.
    3.) Folgende Quelle, finde ich, fasst diese Aussage sehr gut zusammen und erklärt es verständlich: https://www.klimafakten.de/behauptungen/behauptung-der-co2-anstieg-ist-nicht-ursache-sondern-folge-des-klimawandels
    Was meinen Sie dazu?

    MfG Eva

  3. Ich finde sehr wohl, dass einem Kommentator zugebilligt werden muss, dass er seine Emotionen NICHT unterdrücken muss. Das zeigt nur, dass es dem Herrn mehr als ernst ist. Deshalb werden die Fakten nicht falscher. Weiter so! Mich kotzt diese Kindergärtner-Forderung für Erwachsene sowas von an, dass man immer sachlich und ruhig bleiben muss. Haben Sie sich mal alte Debatten im Bundestag angeschaut in den 70er/60er Jahren? DAS waren noch Politiker und keine Selbstdarsteller mit Image-Beratern, die sich möglichst lange ihre Pfründe sichern wollen indem sie Blödsinn zu Tatsachen machen, um möglichst viele Kreuzchen zu bekommen. Genau deshalb sah die Demokratie im Griechenland der Antike ganz anders aus als unsere zwar viel gelobte, aber verwässerte Lieschen-Müller-Variante.

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