Klima schützen leicht gemacht (Leserbrief)

Augsburg, 18.03.2010

Leserbrief zum Artikel: „Klima schützen leicht gemacht“ v. 18.03.2010 in der Augsburger Allgemeinen

Wie viel Unsinn muss man eigentlich noch beim Lieblingsthema von Politik und Medien über sich ergehen lassen? Oder: Wann hört endlich die Verwechslung von Umwelt und Klima auf? Bereits im ersten Satz des Artikels wird ein praktischer Umwelttipp erwähnt, sicher sehr vernünftig und empfehlenswert, aber: Was hat der dringend notwendige Umweltschutz mit dem völlig unsinnigen Klimaschutz (Kandidat zum Unwort des Jahres) zu tun, oder: Warum werden diese beiden Begriffe immer wieder bedenkenlos miteinander ausgetauscht? Noch dazu mit einer reißerischen und an Dummheit kaum zu überbietenden Schlagzeile: „Klima schützen kann jeder!“?

Ist es denn von den veranstaltenden Gremien zu viel verlangt, durch minimale Recherche bei kompetenten Stellen (natürlich nicht bei ideologiebefangenen Lobbyisten, aber, man staune, es gibt neuerdings Internet!!) den Klimabegriff abzuklären und die bei Fachleuten (bei Fachleuten wohlgemerkt, nicht bei fachfremden Ideologen) allgemein akzeptierte Tatsache zur Kenntnis zu nehmen, dass die Korrelation der Klimaschwankungen der letzten 300 Jahre zur Schwankung der Sonnenaktivität hoch signifikant ist, während der steigende CO2 Gehalt der Luft lediglich die Erwärmung der Jahre 1980 bis etwa 2000 erklären könnte, die seitdem erfolgte Stagnation, bzw. Abkühlung trotz rasant steigendem CO2 Gehalt natürlich nicht, ebenso wenig auch die „Kleine Eiszeit“ im 17. Jahrhundert oder die nachfolgende Erwärmung, noch die Kältephase Mitte des 19. Jahrhunderts.

Außerdem: Eine weitere Erhöhung des CO2 Gehalts der Luft würde nach Ansicht aller Biologen das Pflanzenwachstum auf der Erde massiv begünstigen und dem Hunger in der Welt möglicherweise Einhalt gebieten können, was aber von den Politikern offensichtlich nicht erwünscht ist! Aber was soll man von unseren Umweltpolitikern, wissenschaftlichen Nullen allesamt, auch halten, für die das lebensnotwendige CO2 ein Schadstoffgas ist!? Bei soviel geballter Inkompetenz natürlich höchstens Nachplappern von Lobbyfloskeln!

(nicht veröffentlicht)

Veröffentlicht von

Wetterpapst

Geboren 1944 in Waldenburg/Wüstegiersdorf (N.Schl.), Volksschule Beverungen/Weser 1951-1954, Realgymnasium (später Peutinger G.) Augsburg 1954-1963, Studium der Meteorologie, Physik, Geophysik, Geographie und Mathematik an der LMU in München, Diplom in Meteorologie 1969, Diplomarbeit: "Die Temperaturmessungen in München 1781-1968" (garantiert plagiatsfrei...). Wiss. Assistent im Met. Inst. der LMU München 1969-1970, Wetterdienstreferendar 1970-1972, Assessorprüfung 1972, Meteorologe im wissenschaftlichen Betriebsdienst beim DWD 1972-2009. Einsatzgebiete: Flugwetterwarte M-Riem 1972-1977 (als Flugmeteorologe), Wetteramt München (später: Niederlassung M. des DWD) 1977-2009 (als Flugmet. sowie Meteorologe im Vorhersagedienst und Wetterwarndienst mit Abordnungen nach Nürnberg und Erfurt). 1979 - 2009 Verfasser der Münchner klimatologischen Monatsrückblicke für die Süddeutsche Zeitung. Veröffentlichungen u.a. in WK des DWD, BWK, promet. 1988 acht Wochen Maritimmeteorologe als Leiter der Bordwetterwarte auf dem FSB Meerkatze mit Aufenthalten auf Grönland (Nuuk, Grönnedal, Ivigtut) und Island (Heimaey). Dienstliche Auslandsaufenthalte als Flugmet. in Istanbul, Kairo, Nairobi, Teheran, Bagdad, Toronto, Neu Delhi, Buenos Aires, Santiago und Los Angeles. Seit 1.8.2009 im dienstl. Ruhestand, seitdem Vortragstätigkeit über klimatologische Themen bei verschiedensten interessierten Kreisen von Rotariern bis Kollegstufengymnasiasten. Jederzeit zu Vorträgen oder Diskussionen in Gesprächskreisen bereit.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.