Klimawandel oder Wetter? (Leserbrief)

Augsburg, 27.5.2019

Klimawandel oder Wetter?

Als das Wetter im Vorjahr verrückt spielte und uns mit dem wärmsten Frühlingsanfang aller (Beobachtungs-)Zeiten beschenkte, konnte man allenthalben das übliche Mantra hören: Jetzt schlägt der Klimawandel, die Erderwärmung oder was auch immer aber voll zu!!
In diesem Jahr liegt das Wetter steuernde Zentraltief leider ein paar hundert km weiter östlich und wir mitten drin – Ergebnis viel Regen und Eisheilige vom Feinsten!
Die große Frage lautet natürlich: Ist das jetzt kein Klimawandel mehr? Oder anders gesagt: Sonne und Wärme = Klimawandel, Sauwetter und Kälte = Wetterkapriolen?
Selbstverständlich hatten weder das tolle Wetter des Vorjahrs, noch der Regen und die Kälte heuer irgendwas mit Klima zu tun – es war einfach nur ungewöhnliches Wetter.
Und da das Wort Klimawandel vor allem von Leuten benutzt wird, die keine Ahnung haben, von was sie reden, hier die wissenschaftliche Definition:
Ein Klimawandel ist eine Jahrhunderte andauernde markante Verschiebung der Klimazonen nach Nord oder Süd, entsprechend einer deutlichen Erwärmung oder Abkühlung großer Teile der Erdoberfläche!
In historischer Zeit hatten wir nach dem Ende der letzten Eiszeit genau dreimal einen Klimawandel: Das Optimum des Holozän (Stichwort Ötzi), das Römische Klimaoptimum (Stichwort Hannibal), gefolgt vom Völkerwanderungsminimum und das Mittelalterliche Klimaoptimum (Stichwort Gr(ö)ünland), gefolgt von der Kleinen Eiszeit.
Was wir in den letzten Jahren hatten, war eine nicht mal sehr markante Klimapendelung, die noch dazu sehr regional ausfiel und leider auch schon wieder in Temperaturstillstand und beginnende Abkühlung umschlägt.
Dass eine wie auch immer geartete Zufuhr von CO2 damit etwas zu tun haben könnte, ist natürlich unglaublicher Schwachsinn, was die Antreiber des Klimahypes
natürlich wissen – aber zunächst muss man ja dem Volk eine CO2 Steuer schmackhaft machen – Weltrettung kostet eben!

(nicht veröffentlicht)

Veröffentlicht von

Wetterpapst

Geboren 1944 in Waldenburg/Wüstegiersdorf (N.Schl.), Volksschule Beverungen/Weser 1951-1954, Realgymnasium (später Peutinger G.) Augsburg 1954-1963, Studium der Meteorologie, Physik, Geophysik, Geographie und Mathematik an der LMU in München, Diplom in Meteorologie 1969, Diplomarbeit: "Die Temperaturmessungen in München 1781-1968" (garantiert plagiatsfrei...). Wiss. Assistent im Met. Inst. der LMU München 1969-1970, Wetterdienstreferendar 1970-1972, Assessorprüfung 1972, Meteorologe im wissenschaftlichen Betriebsdienst beim DWD 1972-2009. Einsatzgebiete: Flugwetterwarte M-Riem 1972-1977 (als Flugmeteorologe), Wetteramt München (später: Niederlassung M. des DWD) 1977-2009 (als Flugmet. sowie Meteorologe im Vorhersagedienst und Wetterwarndienst mit Abordnungen nach Nürnberg und Erfurt). 1979 - 2009 Verfasser der Münchner klimatologischen Monatsrückblicke für die Süddeutsche Zeitung. Veröffentlichungen u.a. in WK des DWD, BWK, promet. 1988 acht Wochen Maritimmeteorologe als Leiter der Bordwetterwarte auf dem FSB Meerkatze mit Aufenthalten auf Grönland (Nuuk, Grönnedal, Ivigtut) und Island (Heimaey). Dienstliche Auslandsaufenthalte als Flugmet. in Istanbul, Kairo, Nairobi, Teheran, Bagdad, Toronto, Neu Delhi, Buenos Aires, Santiago und Los Angeles. Seit 1.8.2009 im dienstl. Ruhestand, seitdem Vortragstätigkeit über klimatologische Themen bei verschiedensten interessierten Kreisen von Rotariern bis Kollegstufengymnasiasten. Jederzeit zu Vorträgen oder Diskussionen in Gesprächskreisen bereit.

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