Kommentar zu den Berichten über die Unwetter in Texas und Indien v. 1.9.17 (Leserbrief)

Augsburg, 2.9.2017

Kommentar zu den Berichten über die Unwetter in Texas und Indien v. 1.9.17

Mit den Kommentierungen über den Starkregen in Texas und Indien hat sich die AA am Freitag gleich zweimal blamiert! Zunächst wird unter der albern-dummen Überschrift „Ist unser Klima noch zu retten?“ ausgerechnet ein Laie interviewt; was dabei rauskommt, konnte man sich denken. Wenigstens war die Berufsbezeichnung von Herrn Rahmstorf einigermaßen korrekt, genau ist er Professor für physikalische Ozeanographie und hat von Meteorologie so gut wie keine Ahnung; als Beweis verwechselt er im Interview ständig Wetter mit Klima! Und seine Tätigkeit im PIK ist auch nicht gerade ein Renommee, schließlich hat dessen stv. Direktor selbst zugegeben, dass sie dort keine Wissenschaft betreiben, sondern dass es nur um Politik geht (zum googeln: Interview Edenhofer 2010).
Dann traut sich ein Herr Bär einen Leitartikel zu („Die Menschheit rast im Angesicht des Klimawandels auf eine Katastrophe zu“), in dem er natürlich, wie üblich, beweist, dass er keine Ahnung hat, was die Begriffe Wetter oder Klima bedeuten und in dem er haarsträubenden Unsinn erzählt: In der Erdgeschichte waren die Pole zumeist nicht vereist (stimmt), darauf steuert die Welt gerade wieder zu (völliger Quatsch, das Arktiseis ist stabil, das Eis in der Antarktis wächst seit Jahrzehnten).
Und ganz krass: „Viele Forscher, die sich mit dem Wandel des Klimas auseinandersetzen, warnen vor der großen Flut, andere nicht!“ Das Gegenteil ist richtig: Da die kurzfristige Erwärmung der Erde seit fast 20 Jahren beendet ist, ist die Mehrheit der Klimaforscher immer mehr davon überzeugt, dass die unterschiedlich starke Sonnenaktivität für Klimaveränderungen verantwortlich ist. Und da es bei Theorien keine Verifikationen, sondern nur Falsifikationen gibt, kann man die jahrhundertelange sehr hohe Korrelation Globaltemperatur-Sonnenaktivität nicht als Beweis anführen, die völlig fehlende Korrelation der Globaltemperatur mit dem CO2-Gehalt der Atmosphäre sollte als Falsifikation allerdings mehr als genügen!

(nicht verffentlicht)

Veröffentlicht von

Wetterpapst

Geboren 1944 in Waldenburg/Wüstegiersdorf (N.Schl.), Volksschule Beverungen/Weser 1951-1954, Realgymnasium (später Peutinger G.) Augsburg 1954-1963, Studium der Meteorologie, Physik, Geophysik, Geographie und Mathematik an der LMU in München, Diplom in Meteorologie 1969, Diplomarbeit: "Die Temperaturmessungen in München 1781-1968" (garantiert plagiatsfrei...). Wiss. Assistent im Met. Inst. der LMU München 1969-1970, Wetterdienstreferendar 1970-1972, Assessorprüfung 1972, Meteorologe im wissenschaftlichen Betriebsdienst beim DWD 1972-2009. Einsatzgebiete: Flugwetterwarte M-Riem 1972-1977 (als Flugmeteorologe), Wetteramt München (später: Niederlassung M. des DWD) 1977-2009 (als Flugmet. sowie Meteorologe im Vorhersagedienst und Wetterwarndienst mit Abordnungen nach Nürnberg und Erfurt). 1979 - 2009 Verfasser der Münchner klimatologischen Monatsrückblicke für die Süddeutsche Zeitung. Veröffentlichungen u.a. in WK des DWD, BWK, promet. 1988 acht Wochen Maritimmeteorologe als Leiter der Bordwetterwarte auf dem FSB Meerkatze mit Aufenthalten auf Grönland (Nuuk, Grönnedal, Ivigtut) und Island (Heimaey). Dienstliche Auslandsaufenthalte als Flugmet. in Istanbul, Kairo, Nairobi, Teheran, Bagdad, Toronto, Neu Delhi, Buenos Aires, Santiago und Los Angeles. Seit 1.8.2009 im dienstl. Ruhestand, seitdem Vortragstätigkeit über klimatologische Themen bei verschiedensten interessierten Kreisen von Rotariern bis Kollegstufengymnasiasten. Jederzeit zu Vorträgen oder Diskussionen in Gesprächskreisen bereit.

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