Kommentar zu „Starkregen im Sommer häufiger“ v. 29.7.17 (Leserbrief)

Augsburg, 3.8.2017

Kommentar zu „Starkregen im Sommer häufiger“ v. 29.7.17

Wie kann es eigentlich sein, dass eine Zeitung mit (selbsternanntem) Qualitätsjournalismus immer noch Berichte der dpa zu Wetter, Klima oder verwandten Themen übernimmt? Noch dazu, wenn ein Mitarbeiter des PIK zitiert wird, der zwar eine starke Computergläubigkeit aufweist, aber ansonsten nicht einmal den Unterschied von Wetter und Klima kennt!
Nicht umsonst hat Ex-TV-Meteorologe Thüne schon vor Jahren auf dessen Behauptung „Klar ist: Deutschland wird sich künftig auf schlimmere Wetterextreme einstellen müssen“ festgestellt: „ Das ist dummes Geschwätz, denn nichts ist klar. Das ist unverantwortlich. Das ist völlig spekulativ. Es gibt nicht den geringsten Hinweis für die Vermutung, solche speziellen Großwetterlagen könnten zukünftig zu einem sommerlichen Dauerzustand werden. Das ist Spökenkiekerei und hat mit seriöser Wissenschaft nichts zu tun, eher mit politisierter Wissenschaft.“ Dem ist nichts hinzuzufügen….
Zum Artikel „Wie entstand die Sahara“ im selben Blatt allerdings schon etwas:
Der Begriff „Trockenwüste“ ist ein Pleonasmus, schließlich sind Wüsten definiert durch große Trockenheit; außerdem ist nicht die Sahara die größte Wüste der Welt, sondern die Antarktis!

(nicht veröffentlicht)

Veröffentlicht von

Wetterpapst

Geboren 1944 in Waldenburg/Wüstegiersdorf (N.Schl.), Volksschule Beverungen/Weser 1951-1954, Realgymnasium (später Peutinger G.) Augsburg 1954-1963, Studium der Meteorologie, Physik, Geophysik, Geographie und Mathematik an der LMU in München, Diplom in Meteorologie 1969, Diplomarbeit: "Die Temperaturmessungen in München 1781-1968" (garantiert plagiatsfrei...). Wiss. Assistent im Met. Inst. der LMU München 1969-1970, Wetterdienstreferendar 1970-1972, Assessorprüfung 1972, Meteorologe im wissenschaftlichen Betriebsdienst beim DWD 1972-2009. Einsatzgebiete: Flugwetterwarte M-Riem 1972-1977 (als Flugmeteorologe), Wetteramt München (später: Niederlassung M. des DWD) 1977-2009 (als Flugmet. sowie Meteorologe im Vorhersagedienst und Wetterwarndienst mit Abordnungen nach Nürnberg und Erfurt). 1979 - 2009 Verfasser der Münchner klimatologischen Monatsrückblicke für die Süddeutsche Zeitung. Veröffentlichungen u.a. in WK des DWD, BWK, promet. 1988 acht Wochen Maritimmeteorologe als Leiter der Bordwetterwarte auf dem FSB Meerkatze mit Aufenthalten auf Grönland (Nuuk, Grönnedal, Ivigtut) und Island (Heimaey). Dienstliche Auslandsaufenthalte als Flugmet. in Istanbul, Kairo, Nairobi, Teheran, Bagdad, Toronto, Neu Delhi, Buenos Aires, Santiago und Los Angeles. Seit 1.8.2009 im dienstl. Ruhestand, seitdem Vortragstätigkeit über klimatologische Themen bei verschiedensten interessierten Kreisen von Rotariern bis Kollegstufengymnasiasten. Jederzeit zu Vorträgen oder Diskussionen in Gesprächskreisen bereit.

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