Kommentar zu “Wir müssen von der Braunkohle loskommen“ v. 3.8.18 (Leserbrief)

Augsburg, 5.8.2018

Kommentar zu “Wir müssen von der Braunkohle loskommen“ v. 3.8.18

Welcher Ungeist hat denn die AA (Alexander Michel) geritten, ein Interview über Wetter, Klima, Klimawandel, Energiewende etc. ausgerechnet mit Herrn Latif zu führen, dessen unsinnige Sprüche und Vorhersagen schon seit Jahren in der Fachwelt je nach Temperament für Erschrecken oder Erheiterung sorgen!? Und dass er hier etwas vernünftiges sagt, konnte natürlich auch nicht erwartet werden – schließlich hat er als Meeresbiologe nur rudimentäre Ahnung von Meteorologie, bzw. Physik: Hat er doch vor nicht langer Zeit davon geschwafelt, dass das Schmelzen des arktischen Meereises den Meeresspiegel ansteigen lassen würde – dafür lacht ihn jeder Grundschüler aus und auch Archimedes war vor 2500 Jahren schon schlauer. Und dass es nach 2010 keine Winter mit Eis und Schnee mehr bei uns geben wird, könnte natürlich Satire sein, er hat es aber Ernst gemeint!! Es erübrigt sich, auf seinen komprimierten Unsinn intensiver einzugehen, nur ein highlight sei noch erwähnt: Er hält Temperaturen bis 50 Grad in Deutschland für möglich: Solche Temperaturen sind sogar in Afrika und Arizona überaus selten und der bisherige europäische Hitzerekord wurde am 10.7.1977 in Griechenland mit – ja tatsächlich nur: 48,0 Grad aufgestellt! Aber so was weiß Herr Latif natürlich nicht und vermutlich will er es auch gar nicht wissen, er müsste ja anfangen, seine Ideologie zu überdenken!

(nicht veröffentlicht)

Veröffentlicht von

Wetterpapst

Geboren 1944 in Waldenburg/Wüstegiersdorf (N.Schl.), Volksschule Beverungen/Weser 1951-1954, Realgymnasium (später Peutinger G.) Augsburg 1954-1963, Studium der Meteorologie, Physik, Geophysik, Geographie und Mathematik an der LMU in München, Diplom in Meteorologie 1969, Diplomarbeit: "Die Temperaturmessungen in München 1781-1968" (garantiert plagiatsfrei...). Wiss. Assistent im Met. Inst. der LMU München 1969-1970, Wetterdienstreferendar 1970-1972, Assessorprüfung 1972, Meteorologe im wissenschaftlichen Betriebsdienst beim DWD 1972-2009. Einsatzgebiete: Flugwetterwarte M-Riem 1972-1977 (als Flugmeteorologe), Wetteramt München (später: Niederlassung M. des DWD) 1977-2009 (als Flugmet. sowie Meteorologe im Vorhersagedienst und Wetterwarndienst mit Abordnungen nach Nürnberg und Erfurt). 1979 - 2009 Verfasser der Münchner klimatologischen Monatsrückblicke für die Süddeutsche Zeitung. Veröffentlichungen u.a. in WK des DWD, BWK, promet. 1988 acht Wochen Maritimmeteorologe als Leiter der Bordwetterwarte auf dem FSB Meerkatze mit Aufenthalten auf Grönland (Nuuk, Grönnedal, Ivigtut) und Island (Heimaey). Dienstliche Auslandsaufenthalte als Flugmet. in Istanbul, Kairo, Nairobi, Teheran, Bagdad, Toronto, Neu Delhi, Buenos Aires, Santiago und Los Angeles. Seit 1.8.2009 im dienstl. Ruhestand, seitdem Vortragstätigkeit über klimatologische Themen bei verschiedensten interessierten Kreisen von Rotariern bis Kollegstufengymnasiasten. Jederzeit zu Vorträgen oder Diskussionen in Gesprächskreisen bereit.

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