Kommentar zum Bericht „31 Seiten Schocklektüre“ in Spiegel Nr. 16 v. 14.4.2018 (Leserbrief)

Augsburg, 18.4.2018

Kommentar zum Bericht „31 Seiten Schocklektüre“ in Spiegel Nr. 16 v. 14.4.2018

Der Spiegel braucht sich nicht über sinkende Verkaufszahlen zu wundern, wenn er es nicht einmal schafft, für so sensible Themen wie den Klimawandel einen Fachmann zu Wort kommen zu lassen, denn: Ob Herr Evers als abgebrochener Medizinstudent oder Historiker-Dilettant der richtige Mann ist, über „31 Seiten Schocklektüre“ zu referieren ist wohl mehr als zweifelhaft! Seine Fehler in diesem Bericht sind Legion, hier eine kleine Auswahl: Neun der 10 weltweit wärmsten Jahre, und zwar seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, fallen in die Zeit nach 2005… Wenn man den Beginn dieser Aufzeichnungen weit genug an die Gegenwart heranschiebt, könnten es sogar alle sein! Wenn man aber korrekterweise den Aufzeichnungsbeginn auf das 18. Jahrhundert legt, sind es vielleicht noch 2 oder 3, wenn man das Mittelalter mit seinen Chroniken, auch ohne Temperaturmessungen, heranzieht, ist es kein einziges! Und geht man noch weiter zurück im Studium der historischen Klimatologie bis zur Zeit des Römischen Klimaoptimums, so liegen die wärmsten Jahre seit 2000 nicht mal auf irgendwelchen vorderen Plätzen!

Ansonsten wiederholt er nur die sattsam bekannten Lügen der Klimahysteriker: Weder ist Bangladesch „bedroht“ (es wächst im Gegenteil pro Jahr um hunderte ha), noch häufen sich die Extremwetterereignisse (die Hurrikan- und Tornadohäufigkeit liegt auf historisch niedrigem Niveau und sogar die Munich Re spricht von weltweit sinkenden Unwetterereignissen) und der steigende Meeresspiegel ist ebenso ein Märchen (weder Satellitenmessungen noch Pegelablesungen zeigen ihn), wie die abschmelzenden polaren Eismassen – die Stärke des Antarktiseises wächst von einem Allzeithoch zum nächsten!

Fragt sich nur: Was soll so ein desinformativer Artikel?

(nicht veröffentlicht)

Veröffentlicht von

Wetterpapst

Geboren 1944 in Waldenburg/Wüstegiersdorf (N.Schl.), Volksschule Beverungen/Weser 1951-1954, Realgymnasium (später Peutinger G.) Augsburg 1954-1963, Studium der Meteorologie, Physik, Geophysik, Geographie und Mathematik an der LMU in München, Diplom in Meteorologie 1969, Diplomarbeit: "Die Temperaturmessungen in München 1781-1968" (garantiert plagiatsfrei...). Wiss. Assistent im Met. Inst. der LMU München 1969-1970, Wetterdienstreferendar 1970-1972, Assessorprüfung 1972, Meteorologe im wissenschaftlichen Betriebsdienst beim DWD 1972-2009. Einsatzgebiete: Flugwetterwarte M-Riem 1972-1977 (als Flugmeteorologe), Wetteramt München (später: Niederlassung M. des DWD) 1977-2009 (als Flugmet. sowie Meteorologe im Vorhersagedienst und Wetterwarndienst mit Abordnungen nach Nürnberg und Erfurt). 1979 - 2009 Verfasser der Münchner klimatologischen Monatsrückblicke für die Süddeutsche Zeitung. Veröffentlichungen u.a. in WK des DWD, BWK, promet. 1988 acht Wochen Maritimmeteorologe als Leiter der Bordwetterwarte auf dem FSB Meerkatze mit Aufenthalten auf Grönland (Nuuk, Grönnedal, Ivigtut) und Island (Heimaey). Dienstliche Auslandsaufenthalte als Flugmet. in Istanbul, Kairo, Nairobi, Teheran, Bagdad, Toronto, Neu Delhi, Buenos Aires, Santiago und Los Angeles. Seit 1.8.2009 im dienstl. Ruhestand, seitdem Vortragstätigkeit über klimatologische Themen bei verschiedensten interessierten Kreisen von Rotariern bis Kollegstufengymnasiasten. Jederzeit zu Vorträgen oder Diskussionen in Gesprächskreisen bereit.

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