Kommentar zum Bericht „Droht uns eine Heißzeit?“ v. 8.8.18 (Leserbrief)

Augsburg, 10.8.2018

Kommentar zum Bericht „Droht uns eine Heißzeit?“ v. 8.8.18

Für die KlimaFOLGENforscher in Potsdam (Klimaforscher gibt es dort nicht!) ist die derzeitige Phase sommerlicher Witterung ein wahrer Segen: Endlich kann man mal wieder eine alberne Studie über ein „dauerhaftes Supertreibhaus-Klima“ mit Warnung vor einer neuen „Heißzeit“ auf die Bevölkerung loslassen.
Es ist natürlich für sog. Wissenschaftler beschämend, wenn sie immer noch nicht den Unterschied von Wetter und Klima kennen, noch trauriger ist es natürlich, wenn man schon vom Abschmelzen der Eismassen am Südpol (bei dauerhaft -30 bis -50 Grad) schwafelt, die in Wirklichkeit von Jahr zu Jahr neue Rekordwerte erreichen.
Klimawissenschaftlern wäre auch bekannt, dass Omega-Lagen, die in einem Teil der Erde, diesmal in Mitteleuropa, für anhaltend warmes und trockenes Hochdruckwetter sorgen, westlich und östlich davon das gegenteilige Wetter hervorrufen – so hatte z.B. der NW-Atlantik mit Grönland und Ostkanada einen der kältesten Maimonate der letzten Jahrzehnte und auch jetzt ist es dort ungemütlich und kalt.
Und welch ein Glück, dass es im Hitzesommer 1540 mit der längsten bislang beobachteten Trockenperiode noch keine Klimahysteriker gab, die natürlich sofort eine neue „Heißzeit“ ausgerufen hätten – aus diesem Jahrtausendereignis kann man am besten erkennen, welche Wetter-Kapriolen es geben kann, und das mitten in der damals das Klima bestimmenden „kleinen Eiszeit“!
Und dann wird hier noch behauptet, dass es 4 bis 5 Grad wärmer werden könnte mit Anstieg des Meeresspiegels um 10 bis 60 m! Daran erkennt man am besten, dass die Initiatoren dieser Studie ihren Blödsinn selbst nicht glauben: Oberguru Al Gore müsste dann nämlich seine neue Villa mit Meerblick in wenigen Jahren räumen, weil sie dann überschwemmt würde; aber, er mag zwar ein Dummkopf sein, so blöd ist er sicher nicht! Ebenso wenig wie die („bald untergehenden“) Malediven, die ein Hotel und einen Flughafen nach dem anderen direkt ans Meer bauen!

(nicht veröffentlicht)

Veröffentlicht von

Wetterpapst

Geboren 1944 in Waldenburg/Wüstegiersdorf (N.Schl.), Volksschule Beverungen/Weser 1951-1954, Realgymnasium (später Peutinger G.) Augsburg 1954-1963, Studium der Meteorologie, Physik, Geophysik, Geographie und Mathematik an der LMU in München, Diplom in Meteorologie 1969, Diplomarbeit: "Die Temperaturmessungen in München 1781-1968" (garantiert plagiatsfrei...). Wiss. Assistent im Met. Inst. der LMU München 1969-1970, Wetterdienstreferendar 1970-1972, Assessorprüfung 1972, Meteorologe im wissenschaftlichen Betriebsdienst beim DWD 1972-2009. Einsatzgebiete: Flugwetterwarte M-Riem 1972-1977 (als Flugmeteorologe), Wetteramt München (später: Niederlassung M. des DWD) 1977-2009 (als Flugmet. sowie Meteorologe im Vorhersagedienst und Wetterwarndienst mit Abordnungen nach Nürnberg und Erfurt). 1979 - 2009 Verfasser der Münchner klimatologischen Monatsrückblicke für die Süddeutsche Zeitung. Veröffentlichungen u.a. in WK des DWD, BWK, promet. 1988 acht Wochen Maritimmeteorologe als Leiter der Bordwetterwarte auf dem FSB Meerkatze mit Aufenthalten auf Grönland (Nuuk, Grönnedal, Ivigtut) und Island (Heimaey). Dienstliche Auslandsaufenthalte als Flugmet. in Istanbul, Kairo, Nairobi, Teheran, Bagdad, Toronto, Neu Delhi, Buenos Aires, Santiago und Los Angeles. Seit 1.8.2009 im dienstl. Ruhestand, seitdem Vortragstätigkeit über klimatologische Themen bei verschiedensten interessierten Kreisen von Rotariern bis Kollegstufengymnasiasten. Jederzeit zu Vorträgen oder Diskussionen in Gesprächskreisen bereit.

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