Kommentar zum Bericht : Flüchtlingszahlen: Keine Entspannung v. 18.7.2017 (Leserbrief)

Kommentar zum Bericht : Flüchtlingszahlen: Keine Entspannung v. 18.7.2017

Augsburg, 27.7.2017

Ein vor längerer Zeit erschienener Beitrag des Politikwissenschaftlers A. Püttmann zum Thema kognitive Dissonanzen ist offensichtlich aktueller, denn je, wie man aus o.a. Beitrag entnehmen kann! Denn: „Typischerweise treten kognitive Dissonanzen auf, wenn neue Erkenntnisse der bislang bestehenden eigenen Meinung widersprechen oder Zusatzinformationen eine Entscheidung als falsch erscheinen lassen. Unangenehme Neuigkeiten werden dann häufig missachtet.“ Oder, weiter gedacht: Ein politisches System wird ruiniert durch die Unfähigkeit, eigentlich unbestreitbaren Wahrheiten ins Auge zu schauen!

So wird in o.a. Beitrag der Unsinn des Staatssekretärs Fr. Kitschelt als sinnvoll angesehen, nach dem sich die Flüchtlingszahlen vervielfachen werden, wenn die Erderwärmung nicht bei maximal 1,5 Grad gestoppt werde!!

Natürlich ist das genaue Gegenteil richtig – das Völkerwanderungsminimum heißt nicht umsonst so – ständige Missernten bei deutlicher Abkühlung trieben die mitteleuropäischen Germanen als wirkliche Klima-Flüchtlinge zur Flucht nach Südeuropa, während das mittelalterliche Klimaoptimum, als es deutlich wärmer war, als jetzt, (vermutlich um mehr als 1,5 Grad!) nicht umsonst als Zeit besonderer Klimagunst gilt.

Und ein paar Tage später schwadroniert ein Naturschutzbeauftragter in der AA über den Klimawandel in Bezug auf die Storchenpopulation in Schwaben in bester kognitiver Dissonanz – man hats ihm sicher schon hundertmal erklärt, aber den Unterschied von Wetter und Klima will er immer noch nicht wissen!

(nicht veröffentlicht)

Veröffentlicht von

Wetterpapst

Geboren 1944 in Waldenburg/Wüstegiersdorf (N.Schl.), Volksschule Beverungen/Weser 1951-1954, Realgymnasium (später Peutinger G.) Augsburg 1954-1963, Studium der Meteorologie, Physik, Geophysik, Geographie und Mathematik an der LMU in München, Diplom in Meteorologie 1969, Diplomarbeit: "Die Temperaturmessungen in München 1781-1968" (garantiert plagiatsfrei...). Wiss. Assistent im Met. Inst. der LMU München 1969-1970, Wetterdienstreferendar 1970-1972, Assessorprüfung 1972, Meteorologe im wissenschaftlichen Betriebsdienst beim DWD 1972-2009. Einsatzgebiete: Flugwetterwarte M-Riem 1972-1977 (als Flugmeteorologe), Wetteramt München (später: Niederlassung M. des DWD) 1977-2009 (als Flugmet. sowie Meteorologe im Vorhersagedienst und Wetterwarndienst mit Abordnungen nach Nürnberg und Erfurt). 1979 - 2009 Verfasser der Münchner klimatologischen Monatsrückblicke für die Süddeutsche Zeitung. Veröffentlichungen u.a. in WK des DWD, BWK, promet. 1988 acht Wochen Maritimmeteorologe als Leiter der Bordwetterwarte auf dem FSB Meerkatze mit Aufenthalten auf Grönland (Nuuk, Grönnedal, Ivigtut) und Island (Heimaey). Dienstliche Auslandsaufenthalte als Flugmet. in Istanbul, Kairo, Nairobi, Teheran, Bagdad, Toronto, Neu Delhi, Buenos Aires, Santiago und Los Angeles. Seit 1.8.2009 im dienstl. Ruhestand, seitdem Vortragstätigkeit über klimatologische Themen bei verschiedensten interessierten Kreisen von Rotariern bis Kollegstufengymnasiasten. Jederzeit zu Vorträgen oder Diskussionen in Gesprächskreisen bereit.

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