Kommentar zum Bericht „Sind wir noch zu retten?“ aus Spiegel Nr.9/15 (Leserbrief)

Augsburg, 22.2.15

Kommentar zum Bericht „Sind wir noch zu retten?“ aus Nr.9/15 v. 21.2.2015

Für einen Fachmann mit jahrzehntelanger intensiver Arbeit über klimatologische Probleme schien der o.a. Artikel über den „Klimawandel“ sehr lesenswert zu sein; allerdings konnte man schon nach wenigen Absätzen erkennen, dass die Überschrift zwar richtig, aber total falsch gemeint war: Man kann sicher sein: Die vier Verfasser sind nicht mehr zu retten! Ob sie einfach nur normal grün-ideologisch dumm sind oder von der „Klimakirche“ für ihren Unsinn bezahlt werden, ist dabei wohl unerheblich, Fakt ist jedenfalls, dass nahezu sämtliche Behauptungen über „Folgen des Klimawandels“ entweder übertrieben oder schlicht erlogen sind!

Jeden Quatsch einzeln aufzuzählen, würde fast genauso lang werden, wie der Bericht selber, daher sollen ein paar Beispiele stellvertretend genügen:

Extremwetterlagen treten weltweit nicht häufiger, sondern seltener auf (was sogar die Munich Re zugibt!!). Schmelzendes Eis am Nordpol? Gab es vor etwa 70 und vor ca. 100 Jahren mal – jetzt sind wir davon weit entfernt. (Immerhin: Die immer stärkere Vereisung der Antarktis haben die Autoren nicht geleugnet, das wäre wohl doch zu peinlich gewesen!).

Und untergehende Inseln? Auf den Malediven lacht man sich kaputt über die doofen „Weltretter“, die noch froh sind, ihre „Klimasünden“ mit Geld wieder gut machen zu können, Geld, das man braucht um immer neue Flughäfen und Hotels nur wenig über Meeresniveau zu bauen. Sie wissen schließlich genau, was sogar vom IPCC bestätigt wird: Es handelt sich beim Thema Klimawandel nicht um Wissenschaft, sondern um Politik.

Es hätte auch dem SPIEGEL gut zu Gesicht gestanden, erst mal zu recherchieren, ehe ein derart dumm-alberner Artikel veröffentlicht wird – wobei sich ein Kommentar zu Kleins „Kapitalismus vs. Klima“ von selbst verbietet – er wäre, ohne beleidigend zu werden, nicht möglich!

(teilweise veröffentlicht, fehlt)

Veröffentlicht von

Wetterpapst

Geboren 1944 in Waldenburg/Wüstegiersdorf (N.Schl.), Volksschule Beverungen/Weser 1951-1954, Realgymnasium (später Peutinger G.) Augsburg 1954-1963, Studium der Meteorologie, Physik, Geophysik, Geographie und Mathematik an der LMU in München, Diplom in Meteorologie 1969, Diplomarbeit: "Die Temperaturmessungen in München 1781-1968" (garantiert plagiatsfrei...). Wiss. Assistent im Met. Inst. der LMU München 1969-1970, Wetterdienstreferendar 1970-1972, Assessorprüfung 1972, Meteorologe im wissenschaftlichen Betriebsdienst beim DWD 1972-2009. Einsatzgebiete: Flugwetterwarte M-Riem 1972-1977 (als Flugmeteorologe), Wetteramt München (später: Niederlassung M. des DWD) 1977-2009 (als Flugmet. sowie Meteorologe im Vorhersagedienst und Wetterwarndienst mit Abordnungen nach Nürnberg und Erfurt). 1979 - 2009 Verfasser der Münchner klimatologischen Monatsrückblicke für die Süddeutsche Zeitung. Veröffentlichungen u.a. in WK des DWD, BWK, promet. 1988 acht Wochen Maritimmeteorologe als Leiter der Bordwetterwarte auf dem FSB Meerkatze mit Aufenthalten auf Grönland (Nuuk, Grönnedal, Ivigtut) und Island (Heimaey). Dienstliche Auslandsaufenthalte als Flugmet. in Istanbul, Kairo, Nairobi, Teheran, Bagdad, Toronto, Neu Delhi, Buenos Aires, Santiago und Los Angeles. Seit 1.8.2009 im dienstl. Ruhestand, seitdem Vortragstätigkeit über klimatologische Themen bei verschiedensten interessierten Kreisen von Rotariern bis Kollegstufengymnasiasten. Jederzeit zu Vorträgen oder Diskussionen in Gesprächskreisen bereit.

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