Kommentar zum Bericht „Was steckt hinter dem Klimawandel“ v. 1.12.18 (Leserbrief)

Augsburg, 1.12.2018
Die sog. „Weltklimakonferenz“ in Kattowitz rückt näher und die Medien überbieten sich in gewohnter Weise mit unwissenschaftlichen Horrorszenarien, was mit der Erde alles Schlimmes passieren könnte, wenn man nicht gegensteuert! So wird in o.a. Bericht ein Interview mit E. Rauch, dem Chef der Klimaforschungsabteilung der Munich Re geführt, der ganz im Sinne der Vorstände vom Schlimmsten ausgeht, wenn das pöhse CO2 nicht reduziert wird! Und das, obwohl die Munich Re in ihren jährlichen Pressemitteilungen erneut mitteilen musste, dass sich die Zahl der Naturkatastrophen weltweit immer mehr verringert – was ja wohl auch logisch wäre, wenn sie etwas mit der Erderwärmung zu tun hätten, denn die Erde erwärmt sich seit Jahren nicht mehr und geht wahrscheinlich allmählich in Richtung einer neuen Kleinen Eiszeit.
Und Herr Rauch verwechselt oder vermengt in gewohnter Laienmanier immer wieder Wetter, Klima und Umwelt – kein Wunder, dass da auch zwei unbedarfte Studenten (angehende Wirtschaftswissenschaftler!!) nicht zurückstehen wollen und mit albernen Grafiken und hanebüchenen Lügen den Klimawandel „verständlich machen wollen“.
Auf den gesammelten Unsinn einzugehen würde den Rahmen dieses Leserbriefes sprengen, daher hier nur die beiden schlimmsten Fehler: In der Grafik zum Klima der letzten tausend oder millionen Jahre wird die Gegenwart als wärmste Phase seit etwa 10000 Jahren dargestellt – nicht einmal die Mittelalterliche Warmzeit, geschweige denn das Römische Klimaoptimum oder das Holozän-Optimum, als es jeweils viel wärmer war, als zur Zeit, existieren in dieser Grafik, für die sich ein Meteorologe im ersten Semester schämen würde. Und die Zehntausende Eisbären, die jedes Jahr durch den Klimawandel sterben sollen, vermehren sich in derart rasantem Tempo, dass sie in vielen Gegenden der Arktis zur Landplage geworden sind, oder anders gesagt: Es gab noch nie so viele, wie derzeit!
An derart massiver Verdummung haben natürlich auch die Medien eine gehörige Mitschuld, eine wissenschaftlich völlig sinnfreie Veranstaltung wie der „Klimagipfel“ ist in den Medien ständig präsent, von der wissenschaftlich hochrangigen Klima- und Energietagung (in München!) letzte Woche las man kein Wort und ebenso überging man allgemein die Premiere des ersten Klima-Fachgesprächs im Deutschen Bundestag am Mittwoch! Allerdings: Vier Fraktionsvertreter konnten sich in diesem Gespräch nur fachfremd äußern, die AfD hatte dagegen den renommierten Professor Nir Shaviv eingeladen, der von einem PIK-Scharlatan namens Levermann (der natürlich keine Argumente hatte und von Prof. Shaviv in peinlichster Weise vorgeführt wurde) in übelster Weise beleidigt wurde. Immerhin dürfte den zahlreichen Besuchern dieses Fachgesprächs klar geworden sein, auf welch tönernen Füßen der gesamte CO2-Hype steht – durch seriöse Berichterstattung hätten auch die Medien eine Bringschuld zur Volksaufklärung!

(nicht veröffentlicht)

Veröffentlicht von

Wetterpapst

Geboren 1944 in Waldenburg/Wüstegiersdorf (N.Schl.), Volksschule Beverungen/Weser 1951-1954, Realgymnasium (später Peutinger G.) Augsburg 1954-1963, Studium der Meteorologie, Physik, Geophysik, Geographie und Mathematik an der LMU in München, Diplom in Meteorologie 1969, Diplomarbeit: "Die Temperaturmessungen in München 1781-1968" (garantiert plagiatsfrei...). Wiss. Assistent im Met. Inst. der LMU München 1969-1970, Wetterdienstreferendar 1970-1972, Assessorprüfung 1972, Meteorologe im wissenschaftlichen Betriebsdienst beim DWD 1972-2009. Einsatzgebiete: Flugwetterwarte M-Riem 1972-1977 (als Flugmeteorologe), Wetteramt München (später: Niederlassung M. des DWD) 1977-2009 (als Flugmet. sowie Meteorologe im Vorhersagedienst und Wetterwarndienst mit Abordnungen nach Nürnberg und Erfurt). 1979 - 2009 Verfasser der Münchner klimatologischen Monatsrückblicke für die Süddeutsche Zeitung. Veröffentlichungen u.a. in WK des DWD, BWK, promet. 1988 acht Wochen Maritimmeteorologe als Leiter der Bordwetterwarte auf dem FSB Meerkatze mit Aufenthalten auf Grönland (Nuuk, Grönnedal, Ivigtut) und Island (Heimaey). Dienstliche Auslandsaufenthalte als Flugmet. in Istanbul, Kairo, Nairobi, Teheran, Bagdad, Toronto, Neu Delhi, Buenos Aires, Santiago und Los Angeles. Seit 1.8.2009 im dienstl. Ruhestand, seitdem Vortragstätigkeit über klimatologische Themen bei verschiedensten interessierten Kreisen von Rotariern bis Kollegstufengymnasiasten. Jederzeit zu Vorträgen oder Diskussionen in Gesprächskreisen bereit.

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