Kommentar zum „Schulschwänzen für Klimaschutz“ (Ber. v. 12. und 17.1.19) (Leserbrief)

Augsburg, 20.1.2019
Kommentar zum Schulschwänzen für Klimaschutz (Ber. v. 12. und 17.1.19)

Nicht nur im Grün regierten Bund ( Grün unter dem Deckmantel des C), sondern auch in Bayern, das sich früher intellektuell wohltuend vom Norden der Republik abhob, ist man in Sachen Klima zunehmend am Hyperventilieren: Der „Klimaschutz“ soll allgemein in die Verfassung aufgenommen werden!!
Unser Ministerpräsident hat entweder im Fach Deutsch eine sechs verdient, weil er nicht einmal die Bedeutung der Wörter Wetter oder Klima oder verwandter Begriffe definieren kann oder auch nur kennt, oder, wenn er sie kennt, hat er die sechs in Physik verdient, wenn er glaubt, das Klima (welches eigentlich, das heutige, das mittelalterliche oder ein anderes?) wäre einfach zu kontrollieren oder zu andern, indem man das Wetter ändert – schließlich ist Klima nur das statistische Mittel aus 30 Jahren Wetter… An diesem Vorhaben sind allerdings schon Generationen von Schamanen und Hexenjägern gescheitert – ich hätte unsere Politikerkaste eigentlich für klüger gehalten, aber mangels ausreichender naturwissenschaftlicher Bildung ist man eben auch bei den sog. „Eliten“ auf dem besten Weg ins wissenschaftliche Mittelalter!
Und das wäre doch ein wirklich notwendiger Hinweis an unsere Schulpolitik: Es darf kein Abitur ohne Mathematik und Physik mehr geben – ein Abi ohne MINT-Fächer ist völlig wertlos und entspricht vielleicht der mittleren Reife früherer Jahre. Und mit minimalen Kenntnissen im Fach Physik (es sollten natürlich schon mehr sein, als bei unserer Pseudophysikerin im Kanzleramt!) kämen die voll guten Willens die Schule schwänzenden Jugendlichen vielleicht sogar auf die Idee, nachzudenken, wofür sie eigentlich schwänzen: Für die Umwelt oder was sie drunter verstehen – Klima gehört sicher nicht dazu! Also: Statt zu schwänzen lieber in die Schule gehen und sich über physikalisch-meteorologische Sachverhalte informieren und was Sinnvolles lernen!
Obwohl: Wenn man dann in der gleichen Ausgabe den Leserbrief eines faktenresistenten, grün-ideologisierten Studiendirektors i.R. liest, der sogar Schneefälle, also Wetter!, mit der menschengemachten Klimaänderung in Verbindung bringt, kann man sich schon fragen, ob die Jugendlichen in Schulen, in denen solche unfähigen Lehrer ihr Unwesen trieben, wirklich gut aufgehoben sind….

(nicht veröffentlicht)

Veröffentlicht von

Wetterpapst

Geboren 1944 in Waldenburg/Wüstegiersdorf (N.Schl.), Volksschule Beverungen/Weser 1951-1954, Realgymnasium (später Peutinger G.) Augsburg 1954-1963, Studium der Meteorologie, Physik, Geophysik, Geographie und Mathematik an der LMU in München, Diplom in Meteorologie 1969, Diplomarbeit: "Die Temperaturmessungen in München 1781-1968" (garantiert plagiatsfrei...). Wiss. Assistent im Met. Inst. der LMU München 1969-1970, Wetterdienstreferendar 1970-1972, Assessorprüfung 1972, Meteorologe im wissenschaftlichen Betriebsdienst beim DWD 1972-2009. Einsatzgebiete: Flugwetterwarte M-Riem 1972-1977 (als Flugmeteorologe), Wetteramt München (später: Niederlassung M. des DWD) 1977-2009 (als Flugmet. sowie Meteorologe im Vorhersagedienst und Wetterwarndienst mit Abordnungen nach Nürnberg und Erfurt). 1979 - 2009 Verfasser der Münchner klimatologischen Monatsrückblicke für die Süddeutsche Zeitung. Veröffentlichungen u.a. in WK des DWD, BWK, promet. 1988 acht Wochen Maritimmeteorologe als Leiter der Bordwetterwarte auf dem FSB Meerkatze mit Aufenthalten auf Grönland (Nuuk, Grönnedal, Ivigtut) und Island (Heimaey). Dienstliche Auslandsaufenthalte als Flugmet. in Istanbul, Kairo, Nairobi, Teheran, Bagdad, Toronto, Neu Delhi, Buenos Aires, Santiago und Los Angeles. Seit 1.8.2009 im dienstl. Ruhestand, seitdem Vortragstätigkeit über klimatologische Themen bei verschiedensten interessierten Kreisen von Rotariern bis Kollegstufengymnasiasten. Jederzeit zu Vorträgen oder Diskussionen in Gesprächskreisen bereit.

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