Kommentar zur augenblicklichen Hitzewelle (Leserbrief)

Augsburg, 31.7.2018

Kommentar zur augenblicklichen Hitzewelle

In Anbetracht der gegenwärtigen Hochsommerphase mit ungewöhnlich hohen, wenn auch nicht rekordverdächtigen Temperaturen, muss man den sonst vielgeschmähten Medien, allen voran der dpa ein großes Kompliment machen: Es wurde noch nirgends von Vorboten des Klimawandels gesprochen!! Das hat bisher nur die Grünenchefin Baerbock getan, die als Politikwissenschaftlerin natürlich keine Ahnung von Wetter, Witterung, Klima oder gar Klimawandel hat und die für ihr Amt ähnlich unbedarft ist, wie es die frühere Ministerin Hendricks war, die sich mit ihrem Ausspruch „ich spüre den Klimawandel jeden Tag“ unsterblich blamiert hat.

Erstaunlich und lobenswert ist zudem die rasche Rücknahme des schottischen Allzeit-Temperaturrekords, der durch eine laufende, neben der Thermometerhütte stehende Eismaschine hervorgerufen wurde. Auch der Afrikarekord von Ouargla wurde still und heimlich einkassiert, seit man gemerkt hat, dass das Thermometer neuerdings in der Abstrahlrichtung der startenden Flugzeuge liegt.

Man sieht – es geht doch und vielleicht kann man in Zukunft wieder vermehrt wissenschaftlichen Meldungen in den Medien Glauben schenken!

(nicht veröffentlicht)

Veröffentlicht von

Wetterpapst

Geboren 1944 in Waldenburg/Wüstegiersdorf (N.Schl.), Volksschule Beverungen/Weser 1951-1954, Realgymnasium (später Peutinger G.) Augsburg 1954-1963, Studium der Meteorologie, Physik, Geophysik, Geographie und Mathematik an der LMU in München, Diplom in Meteorologie 1969, Diplomarbeit: "Die Temperaturmessungen in München 1781-1968" (garantiert plagiatsfrei...). Wiss. Assistent im Met. Inst. der LMU München 1969-1970, Wetterdienstreferendar 1970-1972, Assessorprüfung 1972, Meteorologe im wissenschaftlichen Betriebsdienst beim DWD 1972-2009. Einsatzgebiete: Flugwetterwarte M-Riem 1972-1977 (als Flugmeteorologe), Wetteramt München (später: Niederlassung M. des DWD) 1977-2009 (als Flugmet. sowie Meteorologe im Vorhersagedienst und Wetterwarndienst mit Abordnungen nach Nürnberg und Erfurt). 1979 - 2009 Verfasser der Münchner klimatologischen Monatsrückblicke für die Süddeutsche Zeitung. Veröffentlichungen u.a. in WK des DWD, BWK, promet. 1988 acht Wochen Maritimmeteorologe als Leiter der Bordwetterwarte auf dem FSB Meerkatze mit Aufenthalten auf Grönland (Nuuk, Grönnedal, Ivigtut) und Island (Heimaey). Dienstliche Auslandsaufenthalte als Flugmet. in Istanbul, Kairo, Nairobi, Teheran, Bagdad, Toronto, Neu Delhi, Buenos Aires, Santiago und Los Angeles. Seit 1.8.2009 im dienstl. Ruhestand, seitdem Vortragstätigkeit über klimatologische Themen bei verschiedensten interessierten Kreisen von Rotariern bis Kollegstufengymnasiasten. Jederzeit zu Vorträgen oder Diskussionen in Gesprächskreisen bereit.

Ein Gedanke zu „Kommentar zur augenblicklichen Hitzewelle (Leserbrief)“

  1. Bin ich froh, dass es noch irgendwo abseits der Hurrah-Medien mit ihren zurecht gestrickten Katastrophenmeldungen, die meist keine sind, wenn es um Klima und Wetter geht, noch Leute gibt, die sich der Thematik mit einem erfreulich „kühlem“ Kopf annehmen…noch fröhliches Warten auf das Ende der „Hundstage“…der Winter kommt bestimmt…Hut ab! Schade nur, dass diese Erkenntnisse nur allzu langsam in die Köpfe der Allgemeinheit sickern…lieber sich weiter von gewissen Politikern und gewissen Journalisten, die an einer seriösen Berichterstattung nur selten interessiert sind, weil die keine Aufmerksamkeit bringt, verdummen lassen als selber zu denken oder zu recherchieren, was an einer Sache wirklich „dran“ ist und ob es überhaupt katastrophal wird für die Menschen. Denn Warmzeiten sorgten selten für Probleme, eher für ein Aufblühen. Das haben wir nur vergessen, weil es heute die Zentralheizung gibt und (fast) jeder ein Dach über dem Kopf hat.

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