Der Klimawandel wird nicht durch den Ausstoß von Kohlendioxid verursacht (Kommentar zum Leserbrief)

Kommentar zum Leserbrief von Alex Breitenbach, München: „Ich bin auch der Ansicht, dass der Klimawandel nicht durch den Ausstoß von Kohlendioxid verursacht wird. Leider wird sich diese Theorie nicht durchsetzen, da sich damit kein Geld verdienen läßt!“ am 22.10.2007 im Münchner Merkur.

Verdrehung der Kausalitäten

Endlich mal die Zuschrift eines Lesers, der imstande ist, selbst nachzudenken, statt die „Argumente“ der Klimahysteriker nachzuplappern. Zu ergänzen wäre dazu noch, dass sich alle Temperaturvergleiche, die eine globale Katastrophe vorgaukeln sollen, auf die letzten 150 Jahre beziehen, also die Zeit ab 1850. Frühere Warmphasen werden im Wesentlichen ignoriert oder mit dubiosen Methoden weggerechnet.

Tatsächlich liegen wir in Mitteleuropa im Moment in etwa auf dem Temperaturniveau, welches am Wechsel vom 18. zum 19. Jahrhundert herrschte, diese Warmphase war aber weniger global ausgeprägt. Großräumig ­ also global ­ wärmer war es zur Zeit des (auch von der wissenschaftlichen Literatur seltsamerweise noch vor wenigen Jahren so bezeichneten) sogenannten mittelalterlichen ,Klimaoptimums von etwa 900 bis 1300, als auf der gesamten Nordhalbkugel Temperaturen herrschten, die man den Leuten heutzutage gern als katastrophal unterjubeln möchte, von denen wir aber heute noch weit, weit entfernt sind! Schließlich wurde damals in Großbritannien und Schweden (genießbarer!) Wein angebaut, die mittelalterlichen Burgen wurden nicht beheizt, Neufundland wurde von den Wikingern ,Vinland getauft (und nicht von ungefähr geht die heutige Bezeichnung Grönland auf ,Grünland zurück). Die Umsegelung von Kanada und Sibirien war nicht nur möglich, sondern wurde von den Chinesen auch durchgeführt.

Und noch einige hundert Jahre vorher herrschte das früher tatsächlich auch so bezeichnete ,Römische Klimaoptimum (sic!), welches maßgeblich zur Blüte des Römischen Reiches um die Zeitenwende beitrug, wenn auch mit dem unerwünschten Nebeneffekt, dass Hannibal mit Elefanten über die Alpen ziehen konnte. (Tja, wo waren da wohl die Gletscher?)

Katastrophal waren aber tatsächlich immer die Zeiten, in denen die Temperaturen wieder sanken. Die Völkerwanderungen waren nicht touristisch motiviert, sondern Folge der kältebedingt immer schwieriger werdenden Lebensbedingungen im nördlichen Europa. Hungersnöte, Seuchen und Kriege traten gehäuft immer nach den Zeiten des Klimaoptimums auf!

Neun sachliche Fehler in Al Gores Film könnte man zur Not noch ertragen, wenn es sich um ,Peanuts handeln würde. Aber wenn es um die Verdrehung von Kausalitäten geht, hört der Spaß auf! Al Gore vergleicht die (aus Eisbohrkernen ermittelten) Temperaturkurven der Vergangenheit mit den Kurven des CO2-Gehalts der Atmosphäre, die tatsächlich nahezu parallel verlaufen, und schließt daraus, dass ein höherer CO2-Gehalt eine höhere Temperatur zur Folge hat. Aber leider ist es genau umgekehrt, und das hat er wohl übersehen ­ oder diese Tatsache musste der Ideologie geopfert werden.

Bei detaillierterer Analyse erkennt man, dass es zuerst wärmer wurde und dann der CO2-Gehalt stieg, was ja auch logisch ist. Kaltes Wasser kann mehr CO2 aufnehmen als warmes, und wenn die Welt und damit natürlich auch die Meere wärmer werden, muss jede Menge bisher im Wasser gelöstes CO2 in die Atmosphäre abgegeben werden. Und umgekehrt bei Abkühlung!

Das sind zwar naturwissenschaftliche Binsenwahrheiten, aber daran erkennt man mal wieder, wie wichtig es wäre, wirkliche Fachleute an solche heiklen Themen ranzulassen und keine Ideologen oder Lobbyisten!“

(veröffentlicht)