Zur Berichterstattung über den „Weltklimagipfel“ in Paris in Nr. 49/2015 (Leserbrief)

Augsburg, 29.11.2015

Zur Berichterstattung über den „Weltklimagipfel“ in Paris in Nr. 49/2015

So ziemlich alle Gazetten stehen zur Zeit in hartem Wettbewerb: „Wer schafft den blödsinnigsten Kommentar zu Paris?“; aber der SPIEGEL will sich ganz sicher nicht abhängen lassen und hat gute Chancen zu gewinnen! Allein die erste Zeile könnte schon zum Sieg reichen: Auf der Weltkonferenz von Paris entscheidet sich die Zukunft des Planeten Erde!!!! Allein die Vorstellung, dass wir Menschen die Temperaturen, nach Lesart der Autoren also die Zukunft des Planeten beeinflussen könnten, ist von derart lächerlicher Absurdität, dass man sich als wissenschaftlicher Insider ins finsterste Mittelalter versetzt fühlt, als angeblich Hexen das Klima steuern konnten! Und wie man sieht, sind Intelligenz und Wissen (und natürlich auch Machthunger und Raffgier, denn die sind alles was zählt!) der heutigen Machthaber ebenfalls mittelalterlich! Angeführt natürlich von den grün-ideologischen Dummköpfen der Medien, die zwar keine Ahnung haben, von was sie schreiben (ich hatte in meiner Dienstzeit mit Dutzenden von ihnen Kontakt, und kein einziger kannte den Unterschied von Wetter und Klima!), aber froh sind, wenn sie irgendwelchen Ideologen hinterher hecheln können, in den Bewusstsein, nichts falsch gemacht zu haben und den Job behalten zu können.

Daher hier zur Wissenserweiterung ein paar Fakten: Noch nie wurde ein Treibhauseffekt, von welchem Gas auch immer nachgewiesen, nicht mal vom Wasserdampf, dessen atmosphärische Konzentration bis zu 100mal höher ist, als die des CO2, sicher nachgewiesen wurde stattdessen eine über 300jährige sehr starke Korrelation zwischen Sonnenaktivität und Globaltemperatur. Kein Beweis natürlich, (Theorien kann man schließlich nicht verifizieren, sondern nur falsifizieren!), aber doch ein deutliches Signal; eine Korrelation zwischen CO2 und Temperatur ist nämlich auch beim besten Willen nicht zu finden!

Außerdem fragt man sich natürlich als Klimatologe (und Historiker), was an einem Temperaturanstieg von zwei Grad schlecht sein soll: Die letzten beiden Warmzeiten (Römische und Mittelalterliche Warmzeit), als es mehr als  zwei Grad wärmer war, als heute, wurden nicht umsonst als Klimaoptimum bezeichnet und noch vor 25 Jahren in Meyers Lexikon der Meteorologie als Zeiten besonderer Klimagunst bezeichnet!

(nicht veröffentlicht)

 

 

Veröffentlicht von

Wetterpapst

Geboren 1944 in Waldenburg/Wüstegiersdorf (N.Schl.), Volksschule Beverungen/Weser 1951-1954, Realgymnasium (später Peutinger G.) Augsburg 1954-1963, Studium der Meteorologie, Physik, Geophysik, Geographie und Mathematik an der LMU in München, Diplom in Meteorologie 1969, Diplomarbeit: "Die Temperaturmessungen in München 1781-1968" (garantiert plagiatsfrei...). Wiss. Assistent im Met. Inst. der LMU München 1969-1970, Wetterdienstreferendar 1970-1972, Assessorprüfung 1972, Meteorologe im wissenschaftlichen Betriebsdienst beim DWD 1972-2009. Einsatzgebiete: Flugwetterwarte M-Riem 1972-1977 (als Flugmeteorologe), Wetteramt München (später: Niederlassung M. des DWD) 1977-2009 (als Flugmet. sowie Meteorologe im Vorhersagedienst und Wetterwarndienst mit Abordnungen nach Nürnberg und Erfurt). 1979 - 2009 Verfasser der Münchner klimatologischen Monatsrückblicke für die Süddeutsche Zeitung. Veröffentlichungen u.a. in WK des DWD, BWK, promet. 1988 acht Wochen Maritimmeteorologe als Leiter der Bordwetterwarte auf dem FSB Meerkatze mit Aufenthalten auf Grönland (Nuuk, Grönnedal, Ivigtut) und Island (Heimaey). Dienstliche Auslandsaufenthalte als Flugmet. in Istanbul, Kairo, Nairobi, Teheran, Bagdad, Toronto, Neu Delhi, Buenos Aires, Santiago und Los Angeles. Seit 1.8.2009 im dienstl. Ruhestand, seitdem Vortragstätigkeit über klimatologische Themen bei verschiedensten interessierten Kreisen von Rotariern bis Kollegstufengymnasiasten. Jederzeit zu Vorträgen oder Diskussionen in Gesprächskreisen bereit.

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