Zur Kündigung von National Geographic

Augsburg, 05.06.2009

K.Liedtke
National Geographic Deutschland, Am Baumwall 11, 20459 Hamburg

Sehr geehrter Herr Liedtke,

am 14.4. habe ich Ihnen in einem Kündigungsbrief einen Kommentar zu Ihrem Februar-Leitartikel geschrieben, den Sie dankenswerterweise am 16.4. – mit einem Ausdruck des Bedauerns für meine Abo-Kündigung – beantworteten.

Ich wollte Ihnen schon seit längerem darauf antworten, kam aber in letzter Zeit nicht dazu, weil mich meine Arbeit zu sehr in Anspruch nahm.

Der Aufsatz „Medienflops“ der EIKE-Aktion, der mir vor kurzem in die Hände fiel, war dann doch der Anlass, Ihnen jetzt zu antworten und ich erlaube mir, Ihnen besagte Arbeit, in der Sie auf Seite 13 sehr unrühmlich erwähnt sind, zusammen mit einigen anderen, von FACHLEUTEN verfassten Arbeiten, zu übersenden.

„Fachleute“ habe ich bewusst groß geschrieben, denn alle IPCC-Granden sowie natürlich auch die deutschen Klima“experten“ sind offensichtlich keine. Graßl ist Physiker, Schellnhuber ist theoretischer Physiker und Rahmstorf ist Prof. für Physik der Ozeane; der einzige Meteorologe in der deutschen Klimahysteriker-Szene, Herr Latif, ist ja schon aus der Reihe ausgeschert und sagt für die nächsten 10 bis 30 Jahre eine Abkühlung voraus. Er hat wahrscheinlich schon gemerkt, dass die letzten 4 Jahre ALLE KÄLTER waren, als ihre Vorgänger und rudert jetzt zurück, ehe es für ihn zu peinlich wird.

Sie stellten mir die rhetorische Frage, ob denn Leute wie Obama oder Schellnhuber alles Idioten wären, und diese Frage ist sehr leicht zu beantworten: Selbstverständlich nicht!!! Dass Barack Obama ein sehr intelligenter Mann ist, wird wohl von niemandem in Zweifel gezogen, allerdings: Ein Wissenschaftler ist er nicht, schon gar kein Naturwissenschaftler und vor allem kein Meteorologe, noch dazu mit dem Fachgebiet Klimatologie; er ist also darauf angewiesen, das zu glauben, was ihm seine Berater als Wahrheit verkündigen und er wird ähnliche Advocacy-Berater haben, wie unsere Kanzlerin, die sich von Schellnhuber/Rahmstorf beraten lässt (obwohl sie es als Physikerin eigentlich nicht nötig haben sollte, dazu der beigefügte ZEIT-Kommentar von J. Smart). Und Schellnhuber ist selbstverständlich kein Idiot, schließlich ist er Professor für Physik und hat es geschafft, sich ohne meteorologisch-klimatologische Fachkenntnisse ein Institut finanzieren zu lassen, hat es geschafft, sich als Klima-Guru zu etablieren und sogar Leuten wie Ihnen seinen Unsinn einzutrichtern und ich bin sehr weit davon entfernt, Ihre Intelligenz in Frage zu stellen!! (Darin ähnelt er einem „Meteorologen“ Kachelmann, der eine Wetterfirma gegründet hat und sich als Meteorologe titulieren lässt, ohne jemals einen Met-Vorlesung gehört zu haben; immerhin wird bei TV-Einblendungen die Titelanmaßung Dipl.-Met. weggelassen, so viel Schamgefühl hat er wohl schon oder er fürchtet die Anzeige wegen Titelmissbrauchs…)

Die zweite Frage, die Sie mir stellten, war die, ob ich an eine weltweite Verschwörung glaube?? Dazu habe ich Ihnen die Arbeit von Prof. Monckton of Brenchley beigefügt, in der er die 35 unbequemen Wahrheiten, sprich, die Fehler in Al Gores Film-Machwerk erläutert: Wie erklären Sie sich den Erfolg dieses Films, der eine solche Menge von teilweise dummen Lügen und Fehlern, eben Unwissenschaftlichkeiten enthält? Oder wie erklären Sie sich den immer größer werdenden Anteil von meteorologischen Fachleuten, die dem IPCC den Rücken gekehrt haben, weil sie gemerkt haben, dass dort keine Wissenschaft, sondern Politik gemacht wird und Daten massiv gefälscht werden, um sie an die Theorien anzupassen, nicht, wie es eigentlich sein sollte, die Theorien auf Grund verbesserter Datenlage zu verifizieren und zu modifizieren! Auch dazu habe ich mir erlaubt, Ihnen einige Abhandlungen beizufügen, die ich Ihrem geneigten Interesse anempfehle und ich möchte enden mit einem statement, mit dem ich mich als Dipl.-Meteorologe mit 40-jähriger Erfahrung als Klimatologe mit fast allen meinen Kollegen einig weiß: Das Klima hat sich geändert und ändert sich weiter, wie es das schon immer getan hat, wir haben eine Phase der Erwärmung hinter uns, die zu über 80% mit veränderter Sonnenaktivität korreliert und die, leider!, bei weitem nicht das Ausmaß des Mittelalterlichen oder Römischen KlimaOPTIMUMS angenommen hat, und die Korrelation der globalen Temperatur (falls es eine solche überhaupt gibt!) mit dem – seit Jahren rasant steigenden!! – CO2-Gehalt der Luft ist minimal oder schlicht nicht vorhanden! Das sind nachprüfbare Fakten und ich nehme an, dass Sie sich an Hand des beigefügten Materials oder anderer Quellen sicher einen noch besseren Überblick über die Problematik Klimaänderung verschaffen werden..

Veröffentlicht von

Wetterpapst

Geboren 1944 in Waldenburg/Wüstegiersdorf (N.Schl.), Volksschule Beverungen/Weser 1951-1954, Realgymnasium (später Peutinger G.) Augsburg 1954-1963, Studium der Meteorologie, Physik, Geophysik, Geographie und Mathematik an der LMU in München, Diplom in Meteorologie 1969, Diplomarbeit: "Die Temperaturmessungen in München 1781-1968" (garantiert plagiatsfrei...). Wiss. Assistent im Met. Inst. der LMU München 1969-1970, Wetterdienstreferendar 1970-1972, Assessorprüfung 1972, Meteorologe im wissenschaftlichen Betriebsdienst beim DWD 1972-2009. Einsatzgebiete: Flugwetterwarte M-Riem 1972-1977 (als Flugmeteorologe), Wetteramt München (später: Niederlassung M. des DWD) 1977-2009 (als Flugmet. sowie Meteorologe im Vorhersagedienst und Wetterwarndienst mit Abordnungen nach Nürnberg und Erfurt). 1979 - 2009 Verfasser der Münchner klimatologischen Monatsrückblicke für die Süddeutsche Zeitung. Veröffentlichungen u.a. in WK des DWD, BWK, promet. 1988 acht Wochen Maritimmeteorologe als Leiter der Bordwetterwarte auf dem FSB Meerkatze mit Aufenthalten auf Grönland (Nuuk, Grönnedal, Ivigtut) und Island (Heimaey). Dienstliche Auslandsaufenthalte als Flugmet. in Istanbul, Kairo, Nairobi, Teheran, Bagdad, Toronto, Neu Delhi, Buenos Aires, Santiago und Los Angeles. Seit 1.8.2009 im dienstl. Ruhestand, seitdem Vortragstätigkeit über klimatologische Themen bei verschiedensten interessierten Kreisen von Rotariern bis Kollegstufengymnasiasten. Jederzeit zu Vorträgen oder Diskussionen in Gesprächskreisen bereit.

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